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Guben ehrt Sportler des Jahres

Benjamin Schulz (r.), der beim 1. FC Guben kickt, ist im Vorjahr Sportler des Jahres und Publikumsliebling geworden.
Benjamin Schulz (r.), der beim 1. FC Guben kickt, ist im Vorjahr Sportler des Jahres und Publikumsliebling geworden. FOTO: Silke Halpick
Guben. Die Stadt Guben sucht die "Sportler des Jahres 2016". Insgesamt 19 Vorschläge von fünf Vereinen sind eingegangen, einer wurde überraschend zurückgezogen. Silke Halpick

Die Sieger werden im Rahmen des Frühlingsfestes ausgezeichnet. Die RUNDSCHAU prämiert die besten Nachwuchsathleten.

Als Stargast bei der Auszeichnungsveranstaltung kündigt der amtierende Bürgermeister Fred Mahro schon vorab den bekannten Eishockeyprofi Jerome Flaake an. "Auf Whatsapp hat er uns bereits zugesagt", erzählt Mahro gut gelaunt. Flaake ist gebürtiger Gubener und spielt jetzt sehr erfolgreich beim EHC München. Der 27-Jährige gehört zum Kader der Deutschen Eishockeynationalmannschaft und gab 2016 sein WM-Debüt. Ein Gubener mit Außenwirkung, wie ihn sich die Stadt wünscht.

Gubener, die durch ihre Erfolge die Stadt nach außen positiv präsentieren, werden auch alljährlich mit dem Titel "Sportler des Jahres" ausgezeichnet. Der von der Stadt initiierte Wettbewerb erlebt in diesem Jahr seine fünfte Auflage.

Pokale gibt es in acht unterschiedlichen Kategorien: für den besten Sportler, die beste Sportlerin, die beste Mannschaft und den besten Ehrenamtler. Die RUNDSCHAU prämiert die besten männlichen und weiblichen Nachwuchsathleten sowie die beste Nachwuchsmannschaft. Vergeben wird auch ein Publikumspreis. "Dafür können die Gubener ihre Stimme direkt am Tag der Preisverleihung abgeben", erklärt Simone Liese, Koordinatorin für Jugend und Sport.

Erstmals findet die Auszeichnungsveranstaltung an einem Samstag (10. Juni) statt. Damit reagiert die Stadt auch auf Kritik von Bürgern. Die bisher sonntäglichen Siegerehrungen fanden oft zeitgleich mit anderen Höhepunkten des Frühlingsfestes wie der Kür des Babys des Jahres oder dem legendären Entenrennen statt. Bewusst verzichtet wird diesmal auch auf ein Musikprogramm zwischen den Preisverleihungen. Damit verkürzt sich die um 14 Uhr beginnende Show, was im Interesse der Zuschauer ist.

Die meisten Kandidatenvorschläge hat diesmal der SV Chemie Guben eingereicht, der mitgliederstärkste Verein der Neißestadt. Neben Handballern wie Sandy Kramer, Tobias Kerle oder Amelie Arndt haben sich auch Leichtathleten wie Marcel Masso Despaigne oder Gina Sophie Poloni mit ihren sportlichen Leistungen qualifiziert. Der Turner Christian Laube, der sich seit fünf Jahrzehnten im Verein engagiert, ist vorgeschlagen, um ihn für sein Lebenswerk zu ehren.

Vollkommen überraschend hat der Judoverein JC Kyoko Jänsch walde die Nominierung seines erfolgreichen Duos Michael Zapf und Lukas Stenzel zurückgezogen. Darüber informiert Simone Liese. Gemeinsam wurden die beiden 2016 Vize-Europameister und Zweite bei den Deutschen Meisterschaften. Begründet wurde die Entscheidung nicht, sagt Liese. Der Verein war gestern nicht erreichbar.

Zum Thema:
Ehrenamt: Dirk Fischer (ESV Lok Guben), Achim Kärgel (Kyoko), Christian Laube (SV Chemie Guben), Reiner Schulz (1. FC Guben)Sportler: Sven Hundsdörfer (Hundesportverein), Ralf Prüfer (1. FC)Sportlerin: Marion Wiepke (Hundesportverein), Susann Pettke (ESV Lok), Sandy Kramer (SV Chemie Guben)Mannschaft: 1. Männer-Handball-Team, 1. Frauen-Handballmannschaft (beide SV Chemie)NachwuchsSportler: Marcel Masso Despaigne, Tobias Kerle (beide SV Chemie), Nick Antony (ESV Lok)Sportlerin: Amelie Arndt, Gina Sophie Poloni (beide SV Chemie)Mannschaft: Handball-B-Jugend männlich, Handball-D-Jugend weiblich (beide SV Chemie)