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| 18:41 Uhr

K24 eröffnet
Der Ideenladen an der Kirchstraße

 Bettina Schönfelder hat ihren Arbeitsplatz im K24 für die kommenden Wochen schon einmal sicher. Sie ist die erste Mieterin im Gubener Co-Working-Space.
Bettina Schönfelder hat ihren Arbeitsplatz im K24 für die kommenden Wochen schon einmal sicher. Sie ist die erste Mieterin im Gubener Co-Working-Space. FOTO: lr / engelhardt
Guben. Guben hat jetzt ein Co-Working-Space – und die erste Mieterin ist schon eingezogen.

Nun hat Guben offiziell seinen ersten Co-Working-Space. Und da sich diese englische Bezeichnung laut Bürgermeister Fred Mahro (CDU) in der Neißestadt wahrscheinlich nicht durchsetzen wird, sei an dieser Stelle gleich einmal der Name genannt, unter dem sich die Gubener Einrichtung etablieren will: K24 – Dein Ideenladen. Dabei steht K24 für die Anschrift, die Kirchstraße 24. Am Mittwochnachmittag wurde das K24 offiziell eingeweiht.

Dort also können nun, so die einfache Übersetzung des Begriffs, Unternehmen in einem „Raum zusammenarbeiten“. Diese neue Arbeitsform hat sich in den vergangenen Jahren zunächst in Großstädten durchgesetzt. Vor allem Kleinstunternehmen und Startups machen davon Gebrauch, um sich so zum Beispiel die Kosten für die Miete zu teilen. Eine Vorreiterrolle in puncto Co-Working spielten die USA, in Deutschland gilt Berlin als Motor der Entwicklung.

Das Wort Zusammenarbeit spielt aber nicht nur künftig eine wichtige Rolle an der Kirchstraße, es war auch in der Vorbereitung schon der entscheidende Aspekt. Die Idee für das K24 stammt von der Rückkehrer-Initiative „Guben tut gut“, deren Mitarbeiter von mehreren Interessenten auf solche Räumlichkeiten angesprochen wurden. Für die Umsetzung wiederum sorgte im Wesentlichen die Gubener Wohnungsgesellschaft (Guwo). Sie richtete die Räumlichkeiten des K24 her und vermietet diese nun.

Laut Guwo-Geschäftsführer Martin Reiher werden ähnliche Projekte auch im Oderbruch oder im Elbe-Elster-Kreis, konkret in Herzberg und Finsterwalde, erfolgreich umgesetzt. Er ist deshalb überzeugt, dass auch das K24 funktionieren wird. „Die Kleinunternehmen sollen hier auch voneinander profitieren“, so Reiher weiter.

Und auch die Stadt will ein Nutznießer sein. „Wir wollen an die BTU und die Viadrina gehen und dort bei den Studenten damit werben, dass es in Guben eine solche Möglichkeit für junge Unternehmen gibt“, sagte der Bürgermeister zur Eröffnung, zu der selbst Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erschienen war. Woidke hob in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung der Rückkehrerinitiativen für Brandenburg hervor, die vom Land deshalb auch unterstützt werden. „Die Region braucht einen solchen Zusammenhalt.“

Der wohl wichtigste Gast des Nachmittags war aber Bettina Schönfelder. Die 35-Jährige ist die erste Mieterin im K24. Die gebürtige Gubenerin war zuletzt als Mediengestalterin tätig und hat sich vor Kurzem selbständig gemacht. Sie gestaltet unter anderem Printprodukte, Webgrafiken, Geschenke und mehr. „Mit dem K24 verfüge ich über ein seriöses Büro, in das ich beispielsweise Kunden einladen kann. So kann ich Berufliches und Privates trennen, muss nicht alles bei uns zu Hause erledigen.“ Bettina Schönfelder hat ihren Arbeitsplatz vorerst für einen Monat gemietet, sieht das Ganze als Testphase. Sie hofft nun, dass weitere Unternehmen sich im K24 einmieten.

Und noch ein Aspekt in puncto Zusammenarbeit ist wichtig: Zur Eröffnung waren am Mittwoch auch Vertreter der Industrie- und Handelskammer Cottbus und des Gründerzentrums „Zukunft Lausitz“ erschienen. Sie sollen künftig ebenfalls zu den Nutzern des Ideenladens gehören. So könnten in der Kirchstraße 24 zum Beispiel Seminare stattfinden, unter anderem zu Fragen der Unternehmensgründung und der -nachfolge.

 Bettina Schönfelder hat ihren Arbeitsplatz im K24 für die kommenden Wochen schon einmal sicher. Sie ist die erste Mieterin im Gubener Co-Working-Space.
Bettina Schönfelder hat ihren Arbeitsplatz im K24 für die kommenden Wochen schon einmal sicher. Sie ist die erste Mieterin im Gubener Co-Working-Space. FOTO: lr / engelhardt
(ten)