ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:24 Uhr

Spendenaufruf
Kacper braucht einen Transporter

Marta Kupisz unternimmt mit ihren Kindern viel, denn Kacper ist gerne an der frischen Luft. Doch aktuell ist die kleine Familie nicht mobil und Kacper ist selbst für notwenige Arztbesuche auf den Fahrdienst angewiesen.
Marta Kupisz unternimmt mit ihren Kindern viel, denn Kacper ist gerne an der frischen Luft. Doch aktuell ist die kleine Familie nicht mobil und Kacper ist selbst für notwenige Arztbesuche auf den Fahrdienst angewiesen. FOTO: Marta Kupisz
Guben. Im Pkw kann der Achtjährige nicht transportiert werden. Mutter startet Spendenaktion.

Kacper kann weder sprechen, noch laufen und muss durch eine Sonde künstlich ernährt werden. Er ist schwerst behindert und an seinen Rollstuhl gefesselt. Aber Kacper lebt – und das allein ist ein Wunder. „Kurz nach seiner Geburt sagten mir die Ärzte, dass er maximal ein Jahr alt wird“, erinnert sich Mutter Marta Kupisz. Doch der heute Achtjährige kämpfte um sein Leben.

„Seine Knochen sind wie Gummi“, erklärt Marta Kupisz die Krankheit ihres Sohnes. Kacper leidet an Quadriplegie, einer Form der Querschnittslähmung von der alle vier Gliedmaßen betroffen sind. „Die Ursache ist eine Infektion in der Schwangerschaft“, erklärt die 27-Jährige. „Es gibt keine Medikamente und keine Heilung.“  Zusätzlich hat Kacper ein schwaches Immunsystem. „Seine Knochen brechen leicht und er wird schnell krank“, sagt Marta Kupisz. „Schon bei einem Schnupfen muss er ins Krankenhaus.“  Plötzlich wird Kacper auf der Couch neben ihr unruhig. Er schlägt mit dem Kopf auf und ab.  Sofort ist Marta Kupisz noch näher bei ihm, streicht ihm sanft über den Kopf und redet beruhigend auf ihn ein.  „Kacper sieht nur schemenhaft und hört schlecht, aber er reagiert auf meine Stimme und meine Berührung. Ich sehe es in seiner Mimik“, sagt die Alleinerziehende.

Der Vater von Kacper hat ihn nicht akzeptiert. „Auch meine Familie kam mit seine Behinderung nicht zurecht“, sagt Marta Kupisz. Die junge Mutter war auf sich gestellt.  „Vor bald sieben Jahren bin ich mit Kacper nach Deutschland gekommen. Hier können ihm die Ärzte besser helfen und es gibt gute Therapien“, so die gebürtige Polin. Aktuell besucht Kacper die Wichern-Schule in Forst.  „Jeden Tag gibt es dort verschiedene Therapien“, erzählt Marta Kupisz. Sie arbeitet ebenfalls im Begleitdienst der Schule.

Marta Kupisz legt viel Wert darauf, ihrem Sohn Abwechslung und Lebensqualität zu bieten. „Er ist behindert, aber ich möchte ihm Freude schenken“, erklärt sie. „Andere Familien lassen ihr krankes Kind den ganzen Tag in der Wohnung. Das finde ich schlimm.“ Sie ist mit Kacper und ihrer Tochter Viktoria viel an der frischen Luft. „Wir machen Ausflüge in die Natur und unternehmen viel“, so Marta Kupisz. „Das gefällt Kacper und bringt ihn zum Lächeln.“

Aktuell kann Marta Kupisz mit ihrem Sohn aber keine Ausflüge machen. „Mein Auto hat durch einen Wildunfall einen Totalschaden“, erzählt sie. Auch Fahrten zu medizinisch notwendigen Untersuchungen nach Leipzig und Potsdam sowie zur Wichern-Schule sind nicht mehr möglich. „Kacper kann nur in seinem Rollstuhl transportiert werden, daher bin ich auf den Fahrdienst angewiesen“, erklärt Marta Kupisz das Problem. Die Fahrten mit dem Fahrdienst verträgt der Achtjährige allerdings nicht gut. „Er weint viel, bekommt Nasenbluten und muss sich übergeben“, so die besorgte Mutter. Auch Krampfanfälle seien schon vorgekommen.

Als alleinerziehende Mutter zweier Kinder ist es ihr nicht möglich, ohne Hilfe einen Ersatz zu finanzieren. Die Betreuung, die Miete und alle anfallenden Kosten können durch ihr Einkommen bereits jetzt kaum gedeckt werden.  „Ich brauche Unterstützung“, sagt Marta Kupisz. Sie hat bereits ein Autohaus gefunden, dass ihr einen guten Preis für einen Gebrauchtwagen macht und in den ersten Jahren die Servicekosten übernimmt. „Trotzdem kostet das Auto 38 000 Euro und der Einbau der Rampe kostet noch einmal 10 000 Euro“, rechnet sie vor und fasst sich an die Stirn: „Das bekomme ich alleine nie zusammen.“ Aus diesem Grund hat sie sich nun an den Lausitzer Spendenverein „Wir helfen“ gewandt. „Ich brauche dieses Auto nicht für mich, sondern für Kacper. Für ihn muss ich wieder mobil sein“, betont Marta Kupisz.

Wir helfen mit Pfad ohne Schatten
Wir helfen mit Pfad ohne Schatten FOTO: LR
(Zeidler)