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| 20:45 Uhr

Euroregion Spree-Neiße-Bober
Auf der Suche nach Partnern

 Deutsche und Polen näher zusammenbringen – mit Fördermitteln unter anderem aus dem Kleinprojektefonds ist das möglich. Bei der Partnerschaftsbörse sollen Kontakte geknüpft werden.
Deutsche und Polen näher zusammenbringen – mit Fördermitteln unter anderem aus dem Kleinprojektefonds ist das möglich. Bei der Partnerschaftsbörse sollen Kontakte geknüpft werden. FOTO: Stadt Guben
Guben. Am Montag findet in Guben die erste deutsch-polnische Partnerbörse statt. Von Daniel Schauff

Partnerschaftsbörse – was sich im ersten Moment eher nach einer Veranstaltung für Singles anhört, soll am Montag vielmehr deutsche und polnische Akteure aus der Euroregion Spree-Neiße-Bober zusammenbringen. Für die Euroregion ist die Veranstaltung eine Premiere. Immerhin: Fast 50 Zusagen hatte der Verein bis Dienstag schon bekommen.

Deutsche und Polen zusammenbringen

Akteure – das sind im Fall der Partnerschaftsbörse in der Alten Färberei in Gubens Innenstadt vor allem Vereine und Institutionen aus Cottbus, Spree-Neiße und dem südlichen Teil der Woiwodschaft Lubuskie. Das Ziel der Euroregion: grenzüberschreitende Projekte, Veranstaltungen, die Deutsche und Polen nah an der Staatengrenze näher zusammenwachsen lassen sollen.

Dafür gibt es Geld. Der bekannteste Fördertopf ist der Kleinprojektefonds im Rahmen des Interreg Va-Förderprogramms für die Grenzregion Deutschland/Polen. Der Fonds aber ist nicht die einzige Möglichkeit, für grenzüberschreitende Projekte Fördermittel zu erhalten. In einem Workshop sollen am Montag eben diese Fördermöglichkeiten vorgestellt werden. Die deutsch-polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz wird dazu ebenso informieren wie das Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft aus Potsdam. Außerdem gibt es Informationen zu Erasmus+ Jugend in Aktion, einem Programm, das Begegnungen junger Menschen fördert und bereits rund 150 000 Teilnehmer vermelden kann, und anderen Fördermöglichkeiten für Jugendliche.

Eine Plattform für Austausch

Das Ziel der Partnerschaftsbörse sei es, „eine Plattform zu bieten um sich auszutauschen, interkulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Polen herauszuarbeiten“ und alternative Fördermöglichkeiten neben dem Kleinprojektefonds vorzustellen, schreibt Euroregion-Geschäftsführer Carsten Jacob in seiner Einladung. Darüber hinaus sollen den potenziellen Projektorganisatoren so genannte Best Practice-Beispiele vorgestellt werden, Projekte also, die bereits gefördert wurden und in besonderem Maße zur Begegnung und Annäherung Deutscher und Polen beigetragen haben.

Beispiele für deutsch-polnische Projekte gibt es viele – in Guben gehört das Frühlingsfest der beiden Städte Guben und Gubin dazu. Ganz so groß müssen die Projekte aber gar nicht sein – in Schenkendöbern etwa wird ein deutsch-polnisches Volleyballturnier gefördert, das deutsch-polnische Familienfest am Haus der Familie in Guben, ein deutsch-polnischer Workshop zur Herstellung von Sportgeräten aus Holz, initiiert von dem Verein Cottbus Wheel und einer Gesamtschule aus Zielona Góra. Die ist lang und zählt allein in den vergangenen drei Jahren weit über 200 Projekte.

Euroregion auf Tour

Der Partnerbörse am Montag ist eine Tour der Euroregion vorausgegangen. Mit Stationen in Cottbus, Schenkendöbern, Burg, Neuhausen, Döbern, Jänschwalde, Forst und Spremberg war das Ziel, die Fördermöglichkeiten für grenzüberschreitende Projekte zu bewerben. Eine Analyse hatte zuvor gezeigt, dass es in der Euroregion zwar Gebiete gibt, in denen deutsch-polnische Projekte regelmäßig und häufig stattfinden, es gibt demnach auch Gebiete, an denen kaum derartige Projekte durchgeführt werden. Das will die Euroregion nicht zuletzt mit der Partnerschaftsbörse ändern, um möglichst viel von dem Fördertopf, der zur Verfügung steht, unter die Leute zu bringen.

Erfolge beim Werben um neue Projektträger kann die Euroregion allerdings bereits jetzt verbuchen – über 20 neue Träger sind in den vergangenen drei Jahren dazugekommen. Ein gutes Ergebnis, schätzt Geschäftsführer Carsten Jacob ein.

Anmeldung möglich bis Donnerstag

Verbessern könnte das noch die Veranstaltung am Montag. Um über kulturelle Unterschiede und Gepflogenheiten zu sprechen, hat die Euroregion Anna Udala-Koncak eingeladen, eine Trainerin für interkulturelle Kompetenz. Ewa Malys von der Kontaktstelle Städtepartnerschaft Cottbus-Zielona Góra in der Cottbuser Stadtverwaltung sowie Julia Kamenz vom Deutsch-Polnischen Verein in Cottbus werden genau wie Maria Zarska vom Kulturhaus Ilowa, Jadwiga Polewska vom Haus der Familie in Guben und Jana Handrischek, Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Spree-Neiße, über besonders herausragende Projekte sprechen, die bereits mit der Hilfe von Fördermitteln zu einem Zusammenwachsen der beiden Länder beigetragen haben.

Die Veranstaltung startet am Montag um 15 Uhr.

Anmeldungen sind noch bis Donnerstag möglich. Kontakt: michniuk@euroregion-snb.de oder telefonisch unter 03561 3133 bei Justyna Michniuk.

 Deutsche und Polen näher zusammenbringen – mit Fördermitteln unter anderem aus dem Kleinprojektefonds ist das möglich. Bei der Partnerschaftsbörse sollen Kontakte geknüpft werden.
Deutsche und Polen näher zusammenbringen – mit Fördermitteln unter anderem aus dem Kleinprojektefonds ist das möglich. Bei der Partnerschaftsbörse sollen Kontakte geknüpft werden. FOTO: Stadt Guben