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| 14:09 Uhr

Mit Webstuhl und Musterbuch
Grundschüler erkunden die Gubener Geschichte

 Im Mantel und mit einem Musterbuch in der Hand stellten sich diese Fünftklässler zusammen mit Klassenlehrerin Anette Türke (M.) und Apfelkönigin Simone Klotz vor einem Webstuhl in der Ausstellung des Vereins Gubener Tuche und Chemiefasern zum Foto auf.
Im Mantel und mit einem Musterbuch in der Hand stellten sich diese Fünftklässler zusammen mit Klassenlehrerin Anette Türke (M.) und Apfelkönigin Simone Klotz vor einem Webstuhl in der Ausstellung des Vereins Gubener Tuche und Chemiefasern zum Foto auf. FOTO: lr / Engelhardt
Guben. Fünftklässler absolvieren beim Verein Gubener Tuche und Chemiefasern eine Museumsrallye.

Zu Beginn eines neuen Schuljahres lädt der Verein Gubener Tuche und Chemiefasern stets Fünftklässler aus den Grundschulen der Neißestadt zu einer Museumsrallye ein. Austragungsort sind die Ausstellungsräume des Vereins im Rathauskomplex an der Gasstraße. Den Auftakt machten am Dienstag die 24 Mädchen und Jungen der Klasse 5a der Corona-Schröter-Grundschule.

Für die Kinder ist der Besuch im Museum Bestandteil einer Projektwoche. „So starten wir alle etwas entspannter ins neue Schuljahr“, sagt Klassenlehrerin Anette Türke. Und sie ergänzt: „In der 5. Klasse kommen für die Schüler gleich mehrere neue Fächer hinzu, zum Beispiel LER oder Gesellschaftswissenschaften. Da passt dieses Angebot, sich mit der Geschichte der Stadt zu beschäftigen, genau hinein.“

„Wir wollen den Mädchen und Jungen zeigen, was Guben einst bekannt gemacht hat“, sagt Rene von Quennaudon vom Vorstand des Vereins. Seit etwa zehn Jahren gibt es das Angebot zur Museumsrallye nun schon. Dabei besuchen die Kinder die beiden Ausstellungen zur Entwicklung der Tuch- und der Chemiefaserproduktion und absolvieren außerdem ein Museumquiz.

„Viele Kinder sind sehr neugierig und stellen jede Menge Fragen“, sagt Angelika Schröder vom Verein. Sie hat zudem eine interessante Entwicklung beobachtet: „In den ersten Jahren der Museumsrallye haben Kinder noch gesagt: ,Da hat meine Mutti gearbeitet.’ Oder die Oma. Inzwischen gibt es auch das nicht mehr. Die Kinder haben zu diesem Thema eigentlich gar keinen Bezug mehr.“

Trotzdem sind viele der Mädchen und Jungen begeistert, können sie bei dieser Stippvisite in die Innenstadt doch auch einmal Dinge von damals anfassen oder sogar anprobieren. Mäntel, hergestellt aus Gubener Tuchen, gehören genauso dazu wie die Musterbücher oder alte Webstuhl. Und so können die Kinder zumindest ein kleines Stück weit nachempfinden, was Generationen von Gubenern vor ihnen wichtig war und die Geschicke der Stadt in den letzten Jahrhunderten entscheidend mitgeprägt hat.

 Im Mantel und mit einem Musterbuch in der Hand stellten sich diese Fünftklässler zusammen mit Klassenlehrerin Anette Türke (M.) und Apfelkönigin Simone Klotz vor einem Webstuhl in der Ausstellung des Vereins Gubener Tuche und Chemiefasern zum Foto auf.
Im Mantel und mit einem Musterbuch in der Hand stellten sich diese Fünftklässler zusammen mit Klassenlehrerin Anette Türke (M.) und Apfelkönigin Simone Klotz vor einem Webstuhl in der Ausstellung des Vereins Gubener Tuche und Chemiefasern zum Foto auf. FOTO: lr / Engelhardt
(ten)