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| 01:04 Uhr

Großer Beratungsbedarf

Zum Beitrag „Gezerre um Hartz-IV-Widersprüche“ , LR vom 7. Januar, Seite 11, äußert sich Manfred Augustyniak aus Guben: Erschütternd, was man im Artikel über den Kompetenz- und Verantwortungsstreit der zuständigen Verwaltungsorgane erfährt.

Statt unbürokratisch den von Hartz IV Betroffenen zu helfen, ihre Widersprüche zu beachten und ihnen Rat und Antwort zu geben, streitet man sich gegenwärtig um die Verantwortung dafür. Dabei war es doch, angesichts der bekannten Auswirkungen von Hartz IV auf die soziale Lage der Betroffenen, zu erwarten, dass viele Widerspruch einlegen werden.
Diese Feststellung bestätigten uns auch die Beratungen zu den Hartz-IV-Bescheiden. Gemeinsam führten wir - das Mitglied des Landtages, Christian Otto, und ich - bisher drei Beratungen in der PDS-Geschäftsstelle durch. Erstaunt waren wir über die Resonanz. Insgesamt waren 51 Bürger erschienen, fragten um Rat und baten um Erklärung ihrer Bescheide. Sie wollten aber auch wissen, wie sie sich gegen Ungerechtigkeiten wehren können, denn für die Mehrheit war der Bescheid mit einer Minderung ihres Einkommens verbunden.
Allerdings läuft für diejenigen, die ihre Bescheide bis zum 31. Dezember 2004 erhielten, die Widerspruchsfrist Ende Januar aus. Deswegen werden wir am 17. Januar von 14 bis 17 Uhr noch einmal eine Beratung für von Hartz IV Betroffene durchführen.