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| 14:37 Uhr

Neuer Einkaufstempel hinter der Grenze
Großer Andrang zur Eröffnung

„Galerie Hosso“ Samstag in Gubin eröffnet FOTO: Ute Richter
Gubin. Die neue Galeria Hosso in Gubin wollten viele Shoppingjäger als erstes Betreten.

Am Samstag um Punkt 11 Uhr war es soweit. Der neue Einkaufstempel „Galeria Hosso“ öffnete in Gubin seine Pforten. Auf rund 11 000 Quadratmeter bietet die neue Einkaufsgalerie rund 40 Geschäfte und einen Parkplatz mit 130 Stellplätzen. Schon lange hatten auch die Gubener auf die Eröffnung gelauert, denn auf deutscher Seite sind die Einkaufsmöglichkeiten nahe der Grenze seit Jahren sehr gering. Punkt 11 Uhr öffneten sich die großen Türen und die Mitarbeiter der Geschäfte hatten sich jede Menge für ihre Kunden einfallen lassen.

Vor allem polnische Besucher waren am Samstagmittag die Ersten, die den neuen Einkaufstempel betraten. Schon lange vorher hatten sie sich vor dem Eingang angestellt, um die Stunde eins des Shoppingcenters mitzuerleben. Mitarbeiter und Security im Inneren waren kurz vor der Eröffnung ganz aufgeregt, sagten immer wieder laut die Minuten bis zur Eröffnung in die Runde. Drei, zwei, eine Minute – dann ging es los. Willkommensgeschenke wechselten die Besitzer.

Zahlreiche Besucher hatten sich schon lange vor der Eröffnung um 11 Uhr einen Platz in der Schlange am Eingang gesichert.
Zahlreiche Besucher hatten sich schon lange vor der Eröffnung um 11 Uhr einen Platz in der Schlange am Eingang gesichert. FOTO: Ute Richter

Umfangreich ist das Sortiment in den auf drei Etagen verteilten Geschäften. Von Bekleidung für Jung und Alt, über Schuhe, Drogerie- und Kosmetikartikel, Sportbekleidung, Lebensmittel, Tierbedarf, Technikartikel bis hin zu Schmuck findet man fast alles, was das Shoppingherz begehrt. Eine Geschmacksgalerie steht mit verschiedenen Angeboten für den kleinen Hunger während des Einkaufstrips zur Verfügung. Dort findet sich übrigens auch einer von zwei deutschen Anbietern in der neuen Galerie. Der Dönerimbiss am Neißecenter in Guben hat dort nun eine zweite Anlaufstelle. Auch ein Fitnesscenter wurde integriert.

Am Nachmittag dann waren auch viele deutsche Besucher in Gubin zu finden. „Das ist richtig schick geworden. Schöne Geschäfte, viel Licht, Rolltreppen. Richtig toll“, sagten Liesbeth und Werner Klausch aus Guben. Sie finden es zwar schade, dass es so was nicht auf deutscher Seite gibt, doch die unmittelbare Nähe zu Guben versöhnt das Ehepaar.

„Es ist echt traurig, dass wir das in Guben nicht hinbekommen“, sagte ein älteres Ehepaar aus Guben, die nicht ihren Namen nennen wollen. Sie finden, dass Guben immer weiter stirbt, was die Innenstadt betrifft, wo hingegen Gubin sich immer weiter herausputzt. „So was in der Art hätte Guben wieder etwas mehr Leben eingehaucht“, sagen sie enttäuscht.

Maja Klausch und Ines Nietsche genossen diesen Einkaufstrip. „Das Ambiente ist richtig toll. Durchaus vergleichbar mit Einkaufscentern auf deutscher Seite“, sagen die jungen Frauen, die extra aus Eisenhüttenstadt angereist sind. Sie werden auf jeden Fall öfter mal dort vorbeischauen, denn die langen Öffnungszeiten und sogar die Sonntagsöffnungen lassen viel Raum für Möglichkeiten.

So wie viele andere schaute auch das Gubiner Stadtoberhaupt Bartolomej Barczak am Samstag in der Galeria Hosso vorbei. Er sagte: „Ich bin echt stolz, dass die Menschen beiderseits der Grenze das bereits am ersten Tag so gut annehmen.“ Das sei unter anderem die Idee gewesen, auch den Gubenern ein besonderes Einkaufserlebnis zu ermöglichen.

Vor zwei Jahren hatte der polnische Investor Hosso mit dem Bau begonnen und tagtäglich waren die Baufortschritte unmittelbar an der Grenze zu sehen. Die Gubener Händler, die sich in unmittelbarer Nähe zum neuen Einkaufstempel befinden, sehen die Eröffnung mit gemischten Gefühlen.

„Galerie Hosso“ Samstag in Gubin eröffnet FOTO: Ute Richter
(utr)