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| 15:17 Uhr

Guben
Lagerhalle brennt komplett nieder

Bilder der Zerstörung FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben . Ein folgenschwerer Großbrand hat die Lagerhalle einer Dachdeckerfirma in Guben in der Nacht zum Mittwoch komplett zerstört. Gubener Feuerwehrleute waren mehr als sechs Stunden im Einsatz. Von Michéle-Cathrin Zeidler

Die Lagerhalle der Bedachungsfirma Lieske in der Kupferhammerstraße in Guben ist in der Nacht zum Mittwoch komplett niedergebrannt. Die Freiwillige Feuerwehr Guben wurde gegen 3 Uhr alarmiert und rückte mit rund 40 Kameraden und sieben Fahrzeugen aus. „Bei unsere Ankunft stand die Halle schon im Vollbrand“, sagt Wehrführer Rico Nowka. Die Löscharbeiten gestalteten sich problematisch. „Der Dachstuhl ist schnell in sich zusammengefallen. Ein Betreten der Halle war nicht möglich“, erklärt der erfahrene Feuerwehrmann. „Durch die Solarplatten auf dem Dach kamen wir außerdem nicht direkt an den Brandherd heran.“ Möglicherweise sei der Brand durch die Solarplatten auch erst recht spät entdeckt worden, da sie ein Hochschlagen der Flammen unterbunden haben könnten, mutmaßt er.

„Wir hatten zu kämpfen, dass das Feuer nicht auf die benachbarten Gebäude der Firma übergreift“, sagt Rico Nowka. In der Halle wurden neben Arbeitsmaterial, Maschinen und Autos auch einige Gasflaschen gelagert. „Wir konnten die Gasflaschen nicht mehr aus dem Gebäude holen. Sie sind in den Flammen explodiert und haben uns einige Male stark zusammenzucken lassen“, so der Wehrführer weiter. Keiner seiner Leute kam bei den Löscharbeiten zu Schaden.

Die zogen sich bis 9.30 Uhr hin. Eine weitere Stunde brauchte die Feuerwehr für die Aufräumarbeiten. Im Laufe des Mittwochs mussten sie erneut ausrücken, um einzelne aufflammende Glutnester zu löschen. „Das ist bei einem so großem Brand aber üblich“, erklärt Nowka.

Die Ursache ist noch unklar. „Sobald der Brand abgekühlt ist, nimmt die Tatort-Gruppe des LKA ihre Untersuchungen auf“, so Polizeisprecher Torsten Wendt. Ermittelt werde in alle Richtungen: Es könnte ein technischer Defekt gewesen sein. Aber auch Brandstiftung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszuschließen. Über die Schadenhöhe kann bisher nur spekuliert werden. „In der Halle wurde viel gelagert. Das wird teuer“, sagt Wendt.

Auch Firmenchef Thomas Lieske kann noch keine Angaben zum Schaden machen. Ihn erreichte die Nachricht vom Brand im Winterurlaub. Die Familie trat sofort den Heimreise an. „Wir müssen uns erst einmal ein Bild von der Lage machen“, so Thomas Lieske am Telefon. Der Betrieb laufe aber weiter.