ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:16 Uhr

Projektentwicklung abgeschlossen
Pfarrhof vor Wiederbelebung

 Der ehemalige Rektor des Naemi-Wilke-Stifts, Pastor Stefan Süß, und der Vorsitzende des Vereins SCSD, Bernt Renzebrink, mit dem fertigen Projektentwurf für den Pfarrhof in Groß Breesen.
Der ehemalige Rektor des Naemi-Wilke-Stifts, Pastor Stefan Süß, und der Vorsitzende des Vereins SCSD, Bernt Renzebrink, mit dem fertigen Projektentwurf für den Pfarrhof in Groß Breesen. FOTO: lr / Engelhardt
Guben. Projekt für Vorhaben in Groß Breesen steht – nun geht es um die Frage der Umsetzung.

In und um die Groß Breesener Kirche könnte schon bald neues Leben einziehen. Vertreter der Städte Guben und Gubin, der Evangelischen Kirchengemeinde, des Naemi-Wilke-Stifts, des Landkreises und des Vereins Senior Consulting Service Diakonie (SCSD) haben in den vergangenen Monaten an einem Entwicklungsprojekt mitgearbeitet, in dem Ideen für die Wiederbelebung gesammelt wurden. Nun wird die Realisierung des Vorhabens vorbereitet.

Initiiert wurde das Vorhaben vom SCSD und dessen Vorsitzenden Bernt Renzenbrink. Der SCSD ist ein Verein, in dem sich Menschen zusammengeschlossen haben, die einst Leitungsfunktionen inne hatten und die nun versuchen, Projekte wie das Gubener, das unter dem Namen „Pfarrhof Groß Breesen“ steht, in die Tat umzusetzen. Bei seinen Recherchen hatte Renzenbrink festgestellt, dass es viele kirchliche Liegenschaften gibt, die verkümmern, aber ein großes Entwicklungspotenzial besitzen.

Den Kontakt nach Guben knüpfte Renzenbrink über den einstigen Rektor des Naemi-Wilke-Stiftes, Pastor Stefan Süß, der Mitglied im Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist. Das Entwicklungspotenzial für den Pfarrhof Groß Breesen sehen die Mitglieder der Projektgruppe in mehrerer Hinsicht. „Guben liegt in einer touristisch interessanten Gegend. Speziell in Groß Breesen kann man mit dem Pfund des Kirchenmusikers Johann Crüger wuchern“, ist sich Renzenbrink sicher. Deshalb gehören eine Ferienpension, ein Hofladen und ein Café zu den Einrichtungen, die entstehen könnten.

Doch damit nicht genug: Laut Pastor Süß könnte auch die eigentliche Kirche einbezogen werden. Sie werde derzeit nur sporadisch genutzt und könnte zu einem Ortsteilzentrum werden. Im Pfarrhaus könnten mehrere Wohneinheiten entstehen. Auch ein Neubau mit Unterkünften für bis 30 behinderte Menschen, ein Inklusionsbetrieb und eine Umgestaltung der Außenanlagen sind denkbar.

Nach dem das von Land und EU geförderte Entwicklungsprojekt fertig ist, geht es nun um die Umsetzung. Dazu könnte eine Genossenschaft gegründet werden. Bei einer Informationsveranstaltung Ende Juli zeigten bereits mehrere Unternehmen, Vereine und Institutionen grundsätzliches Interesse.

Auf alle Fälle müssen zügig Nägel mit Köpfen gemacht werden. Schon im Januar können Mittel für ein Modellprojekt im Brandenburger Sozialministerium beantragt werden. Im September wird sich deshalb der Gemeindekirchenrat positionieren. Und auch mit der Gründung der Genossenschaft und der Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers könnte es schnell gehen.

 Die Groß Breesener Kirche könnte im Zuge des Vorhabens zu einem Ortsteilzentrum entwickelt werden.
Die Groß Breesener Kirche könnte im Zuge des Vorhabens zu einem Ortsteilzentrum entwickelt werden. FOTO: lr / Engelhardt
 Die Groß Breesener Kirche könnte im Zuge des Vorhabens zu einem Ortsteilzentrum entwickelt werden.
Die Groß Breesener Kirche könnte im Zuge des Vorhabens zu einem Ortsteilzentrum entwickelt werden. FOTO: lr / Engelhardt
 Der ehemalige Rektor des Naemi-Wilke-Stifts, Pastor Stefan Süß, und der Vorsitzende des Vereins SCSD, Bernt Renzebrink, mit dem fertigen Projektentwurf für den Pfarrhof in Groß Breesen.
Der ehemalige Rektor des Naemi-Wilke-Stifts, Pastor Stefan Süß, und der Vorsitzende des Vereins SCSD, Bernt Renzebrink, mit dem fertigen Projektentwurf für den Pfarrhof in Groß Breesen. FOTO: lr / Engelhardt
(ten)