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| 18:59 Uhr

Symbole für den Frieden
Grenzrosen im Doppelpack an der Neiße-Grenze

Die Bürgermeister von Guben und Gubin, Fred Mahro und Bartolomej Barczak, Initiator Günther Quiel (r.) sowie zwei Vertreter der Partnerstadt Laatzen enthüllen die Grenzrose am Gubener Dreieck.
Die Bürgermeister von Guben und Gubin, Fred Mahro und Bartolomej Barczak, Initiator Günther Quiel (r.) sowie zwei Vertreter der Partnerstadt Laatzen enthüllen die Grenzrose am Gubener Dreieck. FOTO: Ute Richter
Guben. In Guben und Gubin sind nun zwei weitere Skulpturen für den Frieden enthüllt worden. Und die Spendenaktion läuft weiter. Von Ute Richter

Gleich zwei Grenzrosen sind am Sonntag in der Doppelstadt Guben/Gubin eingeweiht worden – eine auf dem Gubener Dreieck am Nachmittag und eine bereits am Vormittag vor der Stadtverwaltung in Gubin. Symbolisch sollen diese Rosen an Grenzen Deutschlands ein Zeichen für Völkerverständigung und Frieden setzen. Nicht umsonst will der Essener Künstler Thomas Rother mit diesen Rosen aus Stahl der Opfer des Zweiten Weltkrieges gedenken. Er sieht die Skulpturen als Versöhnungsgeste mit dem Aufruf „Blumen statt Waffen“.

Und auch der Tag der Einweihung beider Rosen ist für die Grenzstädte an der Neiße ganz bewusst gewählt worden. Denn das Ende des Ersten Weltkrieges jährte sich zum 100. Mal. Gleichzeitig feierte die Republik Polen ihr 100. Gründungsjubiläum.

Vielleicht auch deshalb machte die Stadt Gubin den Gubener Günter Quiel im Rahmen der Einweihung der Grenzrose zum Ehrenbürger ihrer Stadt. Er hatte sich maßgeblich für das Aufstellen beider Rosen in Guben und Gubin eingesetzt. „Wir dokumentieren mit diesen Grenzrosen, dass wir uns nicht auseinander bringen lassen“, so Quiel. Er setzt sich nicht nur für ein gutes Zusammenleben der Bewohner beider Städte ein, sondern ist Initiator und Verfechter des Aufbaus der ehemaligen Stadt- und Hauptkirche. „Wir sind doch eine Stadt. Nur in zwei Ländern“, so Günter Quiel. „Gerade in Zeiten der Anspannung und Abspaltung innerhalb Europas ist so ein Zeichen wichtig“, ergänzt er.

Für eine dritte Grenzrose auf der Neiße-Insel können sich interessierte Spender unter Telefon 03561 550341 oder 559852 melden. Denn die Rosen sind ausschließlich durch Spendengelder finanziert worden. Weitere Grenzrosen sollen entlang der polnischen Grenze bis zur Ostsee aufgestellt werden.