| 02:35 Uhr

"Grenzenlose Gesundheit” im Fokus des Dialog-Projekts

Beim Auftakt des Dialog-Projekts ging es um grenzüberschreitende Gesundheit in Deutschland und in Polen.
Beim Auftakt des Dialog-Projekts ging es um grenzüberschreitende Gesundheit in Deutschland und in Polen. FOTO: ZVG
Guben. Es könnte der wichtigste Teil einer guten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen entlang der brandenburgischen Grenze sein: die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung. So stand die auch im Fokus des Auftakts eines neuen Projekts, das Verwaltungen aus beiden Ländern näher zusammenbringen soll. Daniel Schauff

Akteuere aus dem Fach hatten sich am Montag im Gubener Rathaus zusammengefunden, um sich über die Machbarkeit und Möglichkeiten einer grenzunabhängigen medizinischen und therapeutischen Versorgung auszutauschen. Gekommen waren laut Carsten Jacob, Geschäftsführer der Euroregion Spree-Neiße-Bober, Mitarbeiter der Landratsämter in Spree-Neiße und der Wojewodschaft Lubuskie, aus den regionalen Krankenhäusern, der Kassenärztlichen Vereinigung, dem Marschallamt und dem Gesundheitsministerium Brandenburgs.

Die Veranstaltung soll nur der Beginn einer Dialog-Reihe sein. Im Oktober geht es dann laut Jacob um die Rahmenbedingungen, die rechtlichen Voraussetzungen und die aktuell existierenden Strukturen der Gesundheitsversorgung in beiden Ländern.

Weiter sind eine Konferenz und eine Studienreise im Rahmen des Projektes geplant.

Das Thema Gesundheit ist nur eine der drei Achsen, die zum Dialog-Projekt gehören, das wiederum von der EU aus Interreg-Fördermitteln unterstützt wird. So gehören außerdem die "Integration der Verwaltung" und die "Integration der Bevölkerung" zum Projekt.

Während es in der zuerst genannten Achse um das Zusammenwachsen der Verwaltungen auf beiden Seiten der Grenzflüsse geht, indem beispielsweise Sprachkurse und Hospitationen angeboten werden, geht es bei der Bevölkerungsintegration insbesondere um eine ausgereifte Öffentlichkeitsarbeit, durch die Bewohner der Grenzregionen über die jeweiligen Nachbarn informiert werden sollen.

Das neue Dialog-Projekt ist eine der drei Arbeitsbereiche, um die sich die in Guben ansässige Euroregion Spree-Neiße-Bober derzeit kümmert. Darüber hinaus verwaltet die Euroregion den Kleinprojektefonds, aus dem mithilfe des Interreg-Programms Begegnungsprojekte zwischen Deutschen und Polen mitfinanziert werden - so etwa das Gubener Frühlingsfest. Außerdem informiert die Euroregion seit April 2017 über den schulischen Austausch des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (DPJW) zwischen Brandenburg und Polen und vermittelt zwischen den Austauschpartnern.