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Granos grünes Großprojekt

Jetzt sieht sie aus, wie sie heißt: die Grüne Grundschule Grano.
Jetzt sieht sie aus, wie sie heißt: die Grüne Grundschule Grano. FOTO: Schauff
Grano. Irgendwie war sie ja immer eher grau, die "grüne Grundschule" im Schenkendöberner Ortsteil Grano. Das hat sich geändert. Daniel Schauff

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres strahlt der Bau aus DDR-Zeiten in Hellgrün, Weiß und Mittelgrün. An der Seite der Platte prangt der Schriftzug "Grüne Grundschule Grano". Eigentlich bräuchte es den gar nicht mehr, denn das neue Äußere der Schule macht ihrem Namen alle Ehre.

"Innen", sagt Bürgermeister Peter Jeschke (CDU), "ist schon alles fertig", und er lässt die RUNDSCHAU einen ersten Blick in Schenkendöberns alte und gleichzeitig neue Bildungseinrichtung werfen. Die Klassenräume sind groß und vor allem taghell. Große Fenster bieten einen freien Blick auf die Bäume, die die Schule umgeben. Computerkabinette, Flex-Klassenräume, Lesezimmer und Garderoben machen aus der Dorfschule eine moderne Primärschule für die Kinder aus der Gemeinde.

Und nicht nur für die: Einige Anmeldungen aus Guben gebe es bereits, sagt Peter Jeschke. Auch Gubens amtierender Bürgermeister schätzt, dass die Granoer Grundschule für seine Stadt in den kommenden Jahren immer wichtiger werden wird. In der Neißestadt stoßen die beiden Grundschulen an ihre Kapazitätsgrenzen. Vor allem die Friedensschule in der Innenstadt ist bis zum Bersten gefüllt.

Die Granoer Grundschule soll mit ihrer Sanierung eine echte Alternative sein.

1,6 Millionen Euro stecken in der Sanierung, ein Großteil des Geldes kommt vom Landesamt für ländliche Entwicklung in Luckau (Dahme-Spreewald). 600 000 Euro schießt die Gemeinde zu. Zahlreiche Versuche hat sie in den vergangenen Jahren unternommen, um Fördermittel für die einzig verbliebene Grundschule in der Großgemeinde zu bekommen. Die Zusage kam im vergangenen Jahr.

Seit Oktober laufen die Arbeiten. Regelmäßig konnte Bauamtsleiterin Carmen Mönchinger den Gemeindevertretern berichten, dass die Arbeiten im Zeit- und Kostenrahmen laufen.

Die Lehrer durften mitentscheiden, sagt Bauleiterin Claudia Groba. Die Flure sind zum Beispiel in unterschiedlichen Farben gehalten, sodass auf den einzelnen Stockwerken die Orientierung leichter fällt.

"Die Bauzeit war schon sehr sportlich", sagt Bürgermeister Jeschke. Ein paar Probleme gab es nur durch den Dauer- und Starkregen in den vergangenen Wochen bei den Fassadenarbeiten. Umso erfreuter ist der Gemeindechef, dass "eigentlich nur noch die Lehrer und Schüler fehlen", dann könnte der Unterricht in der sanierten Schule starten.

Ideen für die Umgestaltung des Außenbereichs werden gerade besprochen, sagt Peter Jeschke. Da sei man noch in der Anfangsphase.

Die Schulentwicklungsplanung des Landkreises Spree-Neiße prognostiziert, dass Schenkendöberns einzige Schule für die kommenden Jahre gesichert sei. Da lohnen sich die Pläne für die Außengestaltung.