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Granoer Grundschule wird saniert

Mitarbeiter der Schenkendöberner Gemeindeverwaltung tragen bereits erste Umzugskartons von der Schule ins Haus der Generationen. Nach den Herbstferien werden die Schüler auch hier unterrichtet.
Mitarbeiter der Schenkendöberner Gemeindeverwaltung tragen bereits erste Umzugskartons von der Schule ins Haus der Generationen. Nach den Herbstferien werden die Schüler auch hier unterrichtet. FOTO: Halpick
Grano. Die Grundschule in Grano wird jetzt endlich saniert. Rund 1,6 Millionen Euro kostet das Mammut-Projekt der Gemeinde Schenkendöbern. Nach den Herbstferien soll es losgehen. Erklärtes Ziel ist es, dass ab dem Schuljahr 2017/18 der Unterricht im modernisierten Haus starten kann. Silke Halpick

Die sechs Container sind bereits hinter dem Schulgebäude aufgebaut. Jeder bietet Platz für eine Schulklasse. Doch noch sieht es im Innern trostlos und leer aus. Das Mobiliar, das hier noch fehlt, soll in den Herbstferien eingeräumt werden. Danach soll die Sanierung des Schulgebäudes beginnen.

"Endlich", sagt Bürgermeister Peter Jeschke (CDU). Die Schulsanierung sei eine "lange Geschichte". Bereits seit mehr als sieben Jahren versuche die Gemeinde, Fördermittel für dieses Projekt zu akquirieren. Doch zunächst hagelte es nur Absagen, beispielsweise im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes mit Guben oder des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes.

Nun steht jedoch die benötigte Fördermillion bereit. Das Geld kommt aus Luckau vom Landesamt für ländliche Entwicklung. Der Eigenanteil der Gemeinde Schenkendöbern liegt bei 600 000 Euro. "Das Geld ist im Haushalt bereits eingestellt", sagt Jeschke.

Das Schulgebäude, das aus DDR-Zeiten stammt, soll komplett modernisiert werden. Dazu gehören eine neue Fassade samt Wärmedämmung, die Neuinstallation der Heizungs-, Elektro- und Beleuchtungsanlagen. Eingebaut werden auch Akustikdecken, ein Fahrstuhl sowie behindertengerechte WCs. Die Fenster werden teilerneuert. Nach der Sanierung erfüllt das Gebäude alle modernen Standards, auch in Hinblick auf das Thema Inklusion, so Jeschke.

Groß ist die Freude auch bei Schulleiterin Evelyn Hüfner, die selbst schon seit Jahrzehnten an der Grundschule in Grano unterrichtet. Als "Herausforderung", der sich die acht Lehrer "gern stellen wollen", bezeichnet sie den Unterricht während der Bauphase. Ein Großteil der insgesamt 133 Schüler wird dann in den Containerräumen lernen, andere ziehen in das Haus der Generationen, das unmittelbar am Schulgelände steht, oder den gegenüberliegenden Flachbau.

"Wir wollen den Unterricht in gewohnt guter Qualität geben", sagt sie. Das könne aber nur mit einem gewissen Maß an Kompromissbereitschaft auf allen Seiten funktionieren. "Letztlich geht es uns allen um die Kinder der Gemeinde Schenkendöbern", sagt sie. Diese werden nach der Sanierung am meisten vom neuen Umfeld profitieren.

"Wir freuen uns alle über die Sanierung, da steckt wirklich viel Arbeit von vielen Abgeordneten und der Verwaltung drin", sagt Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter Steffen Krautz (parteilos). Gerade vor dem Hintergrund der weiteren Schulentwicklungsplanung im Landkreis Spree-Neiße sei die Sanierung der Schule ein wichtiger Schritt, um den Standort Grano langfristig zu erhalten, betont er. Das ist das erklärte Ziel der Gemeinde. Erst im vergangenen Jahr musste Schenkendöbern die Grundschule im Ortsteil Groß Gastrose wegen zu geringer Schülerzahlen schließen. Die Granoer Einrichtung sieht Krautz auch als mögliches Pendant zu den Gubener Grundschulen, in denen bereits heute in großen Klassenstärken unterrichtet wird.