Angefangen hat alles vor zehn Jahren. Da feierte das 162-Seelen-Dorf in der Gemeinde Schenkendöbern sein 550. Jubiläum. Rund 400 Gäste kamen damals. "Da war richtig viel los", sagt Holger Albinus vom Verein Grabko. Damals entstand auch die Idee, künftig aller fünf Jahre ein "größeres Fest zu feiern".

Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Grabko im Jahr 1456 - also vor 560 Jahren. Der Ortsname (mundartlich: Grabke) ist slawischen Ursprungs und bedeutet so viel wie "Siedlung am Weißbuchenwald". Im Mittelalter gehörte das Dorf zum Nonnenkloster vor Guben, später zur böhmischen Hofkammer. Nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 kam es zu Preußen.

Das Dorf lag um 1800 an einer belebten Handelsstraße zwischen Berlin und Böhmen. Die Grabkoer Schänke war bei Durchreisenden sehr beliebt. Heute gibt es hier den "Appelbaum", eines der ganz wenigen Gasthäuser in der Gemeinde Schenkendöbern.

Die Vorbereitungen zur 560-Jahr-Feier laufen schon seit dem vergangenen Herbst, erzählt Albinus. Zum "harten Kern" des Festkommitees gehören seinen Angaben zufolge 15 bis 20 Personen. "Wir bekommen aber auch sehr viel Unterstützung aus dem Dorf", sagt er. Höhepunkt ist für ihn persönlich der Auftritt der Partyband Jolly Jumper aus Bautzen ab 21 Uhr. "Die spielen einen richtig guten Sound", sagt Albinus. Das Repertoire der Band reiche von Helene-Fischer-Songs über Elvis- bis hin zu AC/DC-Titeln. Die Jolly Jumper spielen auch bei großen Stadtfesten wie in Chemnitz, Niesky oder Jena.

Ein breites Programm gibt es aber auch für Kinder, die mit Spiel und Sport professionell "bespaßt" werden beziehungsweise auf einer großen Stroh-Pyramide herumklettern können. Die erwachsenen Besucher erwartet ab 12 Uhr ein buntes Markttreiben mit Tombola, Schießstand, Imkerei, Naturwacht und Weinbauern.

Die Theaternative C aus Cottbus präsentiert ab 16.30 Uhr Sketche und Lieder auf der Bühne. Im Anschluss daran folgen eine Zaubershow, Line-Dance-Darbietungen und Country-Musik mit Ramona & Hannes ab 20 Uhr. Gegen 22.30 Uhr wird es ein großes Feuerwerk geben. Am darauffolgenden Sonntag klingt das Spektakel auf der Grabkoer Festwiese ab 11 Uhr mit einem Frühschoppen mit der Breslacker Dorfmusik aus.

"Wir sind froh, dass wir wieder ein so tolles Programm auf die Beine stellen konnten", sagt Albinus. Die Besucher brauchen keinen Eintritt zu bezahlen. Die Finanzierung übernehmen der Verein und zahlreiche Sponsoren. Auch die Gemeinde Schenkendöbern steuert einen Zuschuss bei. "Der finanzielle Aufwand ist erheblich", sagt der Vereinschef.

Deshalb wirbt der Grabkoer Verein auch schon heute um Unterstützung für das nächste Fest in fünf Jahren. Wer mithelfen will, soll sich an der Internet-Voting-Aktion des Cottbuser Unternehmens Spreegas beteiligen. Hier werden jeweils 500 Euro an insgesamt 25 gemeinnützige Vereine verteilt.

Gewinner sind die Vereine, die auf die meisten Klicks kommen. "Unser Ziel ist es, es unter die ersten 25 zu schaffen", sagt Albinus.