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Geschwister-Scholl-Straße: aus Alt mach Neu

Altes geht, Neues kommt: Der Spielplatz in der Geschwister-Scholl-Straße wird zurückgebaut.
Altes geht, Neues kommt: Der Spielplatz in der Geschwister-Scholl-Straße wird zurückgebaut. FOTO: Daniel Schauff
Guben. Die Vorbereitungen für den Spielplatzumbau laufen. Bis zu den Herbstferien soll alles fertig sein. Kostenpunkt: 80 000 Euro. Daniel Schauff

Es tut schon ein bisschen weh zu sehen, wie die alten Spielgeräte nahe der Geschwister-Scholl-Straße mit jeder Menge Muskelkraft aus den Fugen gehoben werden.

Allerdings schmerzt es nur solange, bis der Beobachter weiß, dass hier Neues entstehen wird. Bis zu den Herbstferien, kündigt der amtierende Bürgermeister Fred Mahro an, wird der Spielplatz voraussichtlich wieder bespielbar sein. 80 000 Euro lässt sich das die Stadt kosten. Aus gleich mehreren guten Gründen.

Für den Bau des Spielplatzes sind vor vielen Jahren Fördermittel des Landes geflossen, die an eine 25-jährige Zweckbindung gekoppelt waren. Das Landesamt für Bauen und Verkehr hatte diese zurückgefordert, sofern der Spielplatz nicht mehr als solcher genutzt werde. Mit der Sanierung erledigt sich die Rückzahlung.

Dass etwas getan werden muss, hat bereits 2013 eine Bürgerinitiative dem Rathaus klargemacht. Die Spielgeräte waren marode, Verletzungsgefahr bestand für jedes dort spielende Kind.

Die Stadt versucht nicht erst seit jetzt, dem Elternwunsch nach einer Erneuerung des beliebten Spielgeländes im Süden der Stadt nachzukommen. Die Teilnahme an der Fanta-Spielplatz-Initiative war erfolglos. Damit hätte die Stadt zumindest einen Teil der Kosten durch eine für den Limo-Hersteller werbeträchtige Förderung decken können. Die Stimmen, die im Rahmen der Initiative für den Spielplatz gesammelt werden sollten, reichten nicht aus, um sich gegen Dutzende Mitbewerber aus dem ganzen Land durchzusetzen. Im neuen Haushalt Gubens aber gibt es nun eine Position für die Kosten einer Spielplatz-Sanierung.

Nun nimmt die Stadt also selbst Geld in die Hand, hat bei den Vorplanungen auch den Kinder- und Jugendbeirat (KJB) konsultiert. Der ist zufrieden mit den ersten Plänen, bestätigt KJB-Vorsitzender Thomas Laugks. Der KJB fand "den aktuellen Plan sehr gut, da das Material ‚besser', beziehungsweise langlebiger ist und auch gestalterisch sehr gut aussieht. Also waren wir damit einverstanden", sagt er.