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Branitzer Park
Branitzer Park birgt noch Geheimnisse

Claudius Wecke hat in der Gubener Bibliothek Geschichten rund um den Fürsten Pückler erzählt.
Claudius Wecke hat in der Gubener Bibliothek Geschichten rund um den Fürsten Pückler erzählt. FOTO: Silke Halpick
Guben. Parkleiter Claudius Wecke erzählt Geschichten rund um den Fürsten Pückler in der Gubener Bibliothek. sha

Unter der Landpyramide ist nicht Fürst Pücklers Pferd begraben. Diesen Irrtum, der mitunter noch immer Cottbuser Schülern vermittelt werde, klärt Claudius Wecke auf. Der Leiter des Fürst-Pückler-Parkes in Branitz gibt in der Stadtbibliothek in Guben einen sehr unterhaltsamen Einblick in die Entstehungsgeschichte des „funkelnden Smaragds“, wie Pückler den Park einst selbst bezeichnete.

Der Park hat längst noch nicht all seine Geheimnisse preisgegeben. Wecke vermutet sogar Absicht. Offenbar wollte Pückler Raum für Interpretationen lassen. Als er 1871 mit 85 Jahren stirbt, wird er unter der Seepyramide beigesetzt. Eigentlich soll ihn ein Boot über den See bringen, wie der Fährmann die Toten über den Styx  zu Hades bringt. Doch es ist Winter, der See zugefroren. Neben ihm liegt seine Frau Lucie. Die Landpyramide ist leer.

Claudius Wecke lädt ein, dem Branitzer Park selbst einen Besuch bei schönsten Herbstwetter abzustatten. Einen Höhepunkt kündigt er für 2018 an: Am 10. Juni soll es einen Tag der offenen Tür mit Gottesdienst an der Landpyramide geben.