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| 02:40 Uhr

Geschichte(n) aus der Neißestadt

Gerlinde Winter präsentiert den Gubener Heimatkalender 2014.
Gerlinde Winter präsentiert den Gubener Heimatkalender 2014. FOTO: FOTO-Werner/rww1
Guben. 160 Seiten randvoll mit Geschichte und Geschichten aus der Neißestadt bietet der Gubener Heimatkalender 2014. Am Dienstagnachmittag wurde der inzwischen 58. Jahrgang des Kalenders der Öffentlichkeit präsentiert. Thomas Engelhardt

Dass das Interesse am Heimatkalender ungebrochen groß ist, bewies die enorme Resonanz der Präsentation. Der Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek war bis auf den letzten Platz gefüllt, sogar einige zusätzliche Stühle mussten aufgestellt werden.

Begrüßt wurden die Besucher vom Redaktionsteam um Gerlinde Winter, die kurz auf die Entstehung des 58. Kalender-Jahrgangs einging. Seit Januar habe sich dieser wie ein Puzzle zusammengefügt. Sie erinnere sich beispielsweise an ein Gespräch mit Adolf Auga, der ihr anhand eines Stapels alter Programmhefte einen Beitrag über die schweren Anfänge nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der Kultur vorgeschlagen habe. Der Autor selbst erlebte das Erscheinen des Artikels nicht mehr - er verstarb im Sommer.

Insgesamt seien so Stück für Stück 160 Seiten zusammengekommen. "Wir haben ein sehr gutes Gefühl, was da entstanden ist, sind ein Stück weit auch stolz, was geschaffen wurde", so Gerlinde Winter. Neben Beiträgen zur Gubener Geschichte werden auch aktuelle Ereignisse aus dem Leben der Stadt betrachtet, so die Eröffnung des Turms der Stadt- und Hauptkirche sowie das Frühlings- und das Appelfest des Jahres 2013.

Zwei Autoren erhielten die Gelegenheit, kurz auf ihrer Beiträge einzugehen. Der erste war Dr. Albin Buchholz aus Plauen, der Erkenntnisse zum Leben und Wirken des in Guben geborenen Musikers Carl Zimmer zusammentrug, der unter dem Pseudonym Yoshitomo im 19. und 20. Jahrhundert für Aufsehen sorgte. In dem Zusammenhang wurde auf einem Grammophon eine alte Platte mit einem der bekanntesten Werken Zimmers, dem "Japanischen Laternentanz", abgespielt. Die Platte hatte Reaktionsmitglied Ingrid Giebler über das Internet besorgt.

Zweiter Autor, der kurz einige Erklärungen zu einem seiner Beiträge machen durfte, war Dr. Hartmut Schatte. Er arbeitete heraus, welche Verbindungen es zwischen Guben und Carl Thiem gibt, dem Namensgeber des Cottbuser Klinikums.

Gerlinde Winter versprach am Ende, dass schon bald mit der Ideensuche für die nächste Ausgabe begonnen werde. Schließlich soll es auch 2015 einen Gubener Heimatkalender geben.

Zum Thema:
Den Gubener Heimatkalender 2014 gibt es ab heute bei Steckling Schreiben und Schenken, Berliner Straße, einLaden, Frankfurter Straße, Parfümerie Schlippe, Pestalozzistraße, Stempel-Koritter, Kaltenborner Straße, ExLibris, Friedrich-Schiller-Straße, Büro- und Kopierservice Hausmann, Philipp-Müller-Straße, und beim Marketing- und Tourismusverein in der Frankfurter Straße. Er kostet sieben Euro.