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Geplant: Menschenkette gegen Fremdenfeindlichkeit in Guben

Guben. Die Menschenkette-Aktion vor dem Flüchtlingsheim in der Deulowitzer Straße in Guben wird am 16. Mai ihre Zweitauflage erleben. sha

Darüber informiert der Gubener Stadtverordnete Peter Stephan (Linke) auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Mit der Aktion will das Netzwerk für Flucht und Migration in Guben wiederholt Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit zeigen und einer zeitgleich stattfindenden Demo rechter Gruppen Paroli bieten. Bei der Polizei angemeldet sind beide Aktionen, wie Pressesprecher Torsten Wendt bestätigt.

"Wir wollen zeigen, dass Flüchtlinge in Guben willkommen sind", betont Stephan. An der ersten Menschenkette-Aktion Anfang März 2015 hatten sich rund 200 Gubener und Unterstützer aus der Region beteiligt. Mit einer ebenso starken Resonanz rechnen die Organisatoren auch diesmal wieder. Das Netzwerk Flucht und Migration besteht aus einer bunten Mischung von Kirchenvertretern, Stadtverordneten, Linken, Migrationsberatungsstellen und Bürgern. "Diesmal haben wir auch Musik dabei", kündigt Stephan an. Los geht es um 14 Uhr.

In Guben leben aktuell rund 100 Flüchtlinge, die vorwiegend im ehemaligen GBV-Wohnheim untergebracht sind. Dagegen will die Facebook-Gruppe "Nein zum Heim in Guben" protestieren. Unterstützt wird der aktuelle Demo-Aufruf von 85 Personen.