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| 01:08 Uhr

Geplant, betreut, überwacht

Die Mitarbeiter der EPC-Niederlassung Guben : Diplomingenieur Sven Kunzke (Niederlassungsleiter), Sekretärin Silvia Handke, Diplomingenieur Klaus Schweinitz (Projektleiter, v. r.), Tiefbauplanerin Manuela Gröger (nicht im Foto).
Die Mitarbeiter der EPC-Niederlassung Guben : Diplomingenieur Sven Kunzke (Niederlassungsleiter), Sekretärin Silvia Handke, Diplomingenieur Klaus Schweinitz (Projektleiter, v. r.), Tiefbauplanerin Manuela Gröger (nicht im Foto). FOTO: B. Remus
Guben.. Über 60 Firmen arbeiten auf dem Gelände des Industriegebietes Süd in Guben. Viele Neißestädter kennen nur die ganz Großen von ihnen. Die RUNDSCHAU stellt deshalb in einer Serie alle Unternehmen vor, die auf dem Industriegelände auf den unterschiedlichsten Gebieten aktiv sind. Heute: Die Engineering und Projektmanagement Consulting GmbH (EPC). (red/br)

Am 1. Juli 1994 hatte sich die EPC aus dem einstigen Chemiefaserkombinat Schwarza ausgegründet und behauptet sich seitdem erfolgreich auf dem nationalen und zunehmend auch internationalen Markt. Die EPC-Gruppe besteht aus fünf Kompetenzzentren in Rudol stadt, Arnstadt, Leuna, Alzenau (in Unterfranken) und Jena, die als Ingenieurdienstleister und Anlagenbauer ausgerichtet sind. Typische Tätigkeiten sind die komplette ingenieurtechnische Bearbeitung, Errichtung und Inbetriebnahme von Industrieanlagen in den Bereichen chemische und pharmazeutische Industrie, Kunststofferzeugung und -verarbeitung sowie Biotechnologie und Lebensmittelindustrie. Firmensitz der EPC ist Rudolstadt, Niederlassungen bestehen in Artern in Thüringen, Guben (seit 2001), Arnstadt-Rudisleben und Unterwellenborn.

International tätig
Nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland ist die EPC tätig. Ein zunehmender Anteil des Umsatzes fällt auf das Exportgeschäft. Besonders interessant sind der asiatische Raum, Osteuropa und der südostasiatische Raum. Auch im Auslandsgeschäft arbeitet die EPC mit ihren Kompetenzzentren zusammen. In diesen sind etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt, vier davon in Guben, im Parterre des Gebäudes gleich rechts hinter der Schranke am Haupteingang des Industriegebietes, konkret Forster Straße 58.
Wie das Ganze funktioniert, erklärt kurz der Rudolstädter Diplomingenieur Klaus Schweinitz, der in Guben als Projektleiter tätig ist: „Wenn jemand eine Idee hat - egal welche - kann er zu uns kommen. Wir bieten ihm alles von der Planung bis zur Realisierung. Eine Niederlassung greift dabei auf die jeweiligen Kompetenzzentren zurück. Und wo die Mitarbeiter gebraucht werden, dort erfolgt ihr Einsatz.“
Die Niederlassung Guben hat bisher vorrangig als Ingenieur-Dienstleister für die öffentliche Hand, in diesem Fall die Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Guben mbH, gearbeitet. „Hierbei entwickelte sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre“ , schätzt Niederlassungsleiter Sven Kunzke ein.
Zu den Aufgaben der EPC gehört die komplette Revitalisierung des Industriestandortes Guben. Dazu zählen die Planungsleistungen für Straßenbau, Gleisbau, Trinkwasserversorgung, Feuerlöschwasserversorgung, Regenwasserentsorgung, Abwasserversorgung als Vakuumentwässerungssystem, die weitere Medienversorgung, wie Planung eines Gasnetzes, Dampfversorgung und Elektroenergieversorgung. Während der gesamten Bauzeit hat die EPC-Niederlassung in Guben die Baubetreuung und Bau überwachung übernommen. Was die ortsansässigen Unternehmen von dieser riesigen Investition haben, die zu 20 Prozent Eigenanteil der Stadt Guben ist, versucht Klaus Schweinitz deutlich zu machen: „Hier ist ein Standort mit moderner Infrastruktur entstanden. Wäre das nicht passiert, hätte es weder Erweiterung noch Neubau geben können. Die Straßen, die nach der Wende bei der Grundstücksteilung mit privatisiert worden waren, sind wieder öffentlich gewidmet. Ein Vorteil des Industriegebietes Süd ist auch, dass hier die Löschwasserversorgung gesichert ist und es eine Feuerwehr gibt. Und die Einzäunung des ganzen Areals ist versicherungstechnisch von Vorteil. Bei all dem haben die Unternehmen am Standort noch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Nicht ein Cent der gesamten Investitionen wurde auf sie umgelegt.“
Nunmehr sind die Planungen für den Abbruch und die Erschließungsmaßnahmen auf dem einstigen Kraftwerksgelände abgeschlossen, die Leistungen EU-weit ausgeschrieben und zum Teil schon submittiert. Zu Wochenbeginn erfolgte die Vergabe für den Abriss des Industriekraftwerkes.

Steht Investoren zur Seite
Die EPC als Anlagenbauer ist auch Investoren bei der Ansiedlung behilflich. Es gab im Industriegebiet Guben bereits Gespräche mit einem Investor - einem großen ausländischen Unternehmen, das eine Biodieselanlage bauen will. Es bekundete großes Interesse am Standort Guben. Zurzeit läuft die Projektvorarbeit an zwei anderen Standorten in Nachbarbundesländern. Unabhängig davon ist für den Investor der Standort Guben nach wie vor interessant.
Das Problem ist jedoch, dass sich die Fördermittelsituation für Biodieselanlagen speziell im Land Brandenburg nachteilig geändert hat.
Die EPC führt mit dem Investor nach wie vor Gespräche zum Standort Guben, denn es geht auch um 25 neue Arbeitsplätze. Im ungünstigen Fall entstehen diese allerdings in einem anderen Bundesland.