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Gepfefferter erster Preis für gepfefferten Möhrensalat

Erstklassig am Herd: die Hauswirtschaftler der Europaschule.
Erstklassig am Herd: die Hauswirtschaftler der Europaschule. FOTO: dsf
Guben. 200 Euro pro Monat – und das ein ganzes Jahr lang. Dass die Hauswirtschaftsklasse der Gubener Europaschule mit ordentlich gepfeffertem Möhrensalat und Fischstäbchen-Auflauf den ersten Preis in einem Wettbewerb der Supermarktkette Kaufland derart erfolgreich sein würde, hätten weder Schüler noch die beiden Lehrkräfte gedacht. Daniel Schauff

Am Mittwochvormittag durften die Schüler den Preis vom Leiter der Kaufland-Filiale in der Gubener Friedrich-Schiller-Straße, Florian Hanusch, entgegennehmen. Dass sie auf dem Platz Nummer eins in der Kategorie "Gruppe" gelandet sind, ist vor allem für die Lehrerinnen Doris Zill und Constanze Schwarzer eine große Überraschung.

Im Fokus des Wettbewerbs stand das Stichwort Nachhaltigkeit. So kamen bei den Schülern nur Gemüse aus der Region oder zertifizierter Fisch auf den Tisch. Vom Hackfleisch-Topf mit Möhren über Obstsalat und Gratin konnten sich die Schüler am Herd und in ihren Kochkünsten ausprobieren.

Ein Foto vom fertigen Festmahl hat die Klasse dann auf der Internetseite von Kaufland hochgeladen und den Jurymitgliedern ist vermutlich das Wasser im Mund zusammengelaufen. Lehrerin Doris Zill bestätigt, dass fast alles, was die Schüler gekocht hatten, auch "richtig lecker" war - bis auf den Möhrensalat. Der hatte ein wenig zu viel Pfeffer abgekommen. Und mit dem Preis von Kaufland soll das nachhaltige Essen und Kochen nicht vorbei sein. Selbst mit den Einkaufs-Gutscheinen in der Hand schwingen sich die Nachwuchsgourmets erneut an die Herde. Am Mittwoch gibt es Kartoffelbrei mit Gurkensalat. Die Aufgaben sind klar verteilt - wer schält Kartoffeln, wer schnippelt die Gurke. Die Handgriffe sitzen - und das, was in Schüsseln und im Kochtopf landet, ist selbstverständlich nachhaltig.

Was die Schule und die Hauswirtschaftsklasse mit den insgesamt 2400 Euro an Einkaufsgutscheinen anfangen wird, wissen Lehrer und Schüler noch nicht so genau - dass sie allerdings damit etwas anfangen können, steht für sie alle außer Frage.