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Geocaching-Fall in Guben sorgt für Wirbel

Guben. Der Geocaching-Fall vom Montag in Guben sorgt im Nachhinein für Wirbel in der Geocaching-Szene. Wegen eines verdächtigen Gegenstandes, laut Polizei einer mit Flüssigkeit gefüllten Dose, in der Nähe einer Gasleitung des Gubener Energieversorgers EVG musste am Nachmittag die Bahnverbindung Frankfurt (Oder) – Cottbus kurz ausgesetzt werden. Daniel Schauff

Die Gasleitung befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gleise kurz vorm Gubener Bahnhof.

Noch am Nachmittag dann Entwarnung - bei der Dose habe es sich um ein Geocache, also einen für ein GPS-Suchspiel präparierten Gegenstand, gehandelt, so die Polizei am Folgetag. Es habe keine Gefahr bestanden. Eine Rückfrage bei der Polizei ergab, dass der Gegenstand eindeutig als Geocache identifiziert worden sei.

Ungewöhnlich finden das Geocacher, die ihrer Verwunderung und auch ihrem Ärger unter anderem auf der Internetseite "geocaching-cottbus.de" Luft machen. Geocacher hielten sich an Spielregeln, laut denen zum Beispiel die nähere Umgebung von Bahngleisen, aber auch Gasrohre als Verstecke für die präparierten Gegenstände tabu seien. Auch auf Plattformen, auf denen die Gegenstände registriert werden, sei kein Geocache an genau dieser Stelle verzeichnet, so ein Hobby-Spieler.

Unklar ist also, wie der Geocache an den sensiblen Ort gelangen konnte und ob es sich bei der Dose

tatsächlich um einen für das Suchspiel präparierten Gegenstand hielt, wie die Polizei sagt. Denn Behälter mit Flüssigkeiten gebe es bei dem Spiel nicht, heißt es in Rückmeldungen von Hobby-Geocachern an die RUNDSCHAU.