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| 12:19 Uhr

Fastnacht
Neue Wege in Bresinchen

 Eine neue Route führte die Zampergesellschaft in diesem Jahr andersherum durchs Dorf.
Eine neue Route führte die Zampergesellschaft in diesem Jahr andersherum durchs Dorf. FOTO: Ute Richter
Bresinchen. Generationenwechsel bei den Vorbereitungen zur Fastnacht führte auch zu einer neuen Route beim Zampern.

Ein Generationenwechsel bei den Vorbereitungen zur Fastnacht bescherte den Bresinchenern in diesem Jahr einige Neuerungen und das sowohl beim Fastnachtstanz als auch beim Zampern. „Wir sind glücklich“, sagten Ralph Scherke und Rino Henze am Freitagabend beim Fastnachtstanz. Sie hatten die Organisation in die Hände der Jungen gelegt und freuten sich über so viel Einsatz. Jane Buchholz, Sven Karge und Nico Hammel haben nun die Fäden in der Hand und  kümmerten sich um die Kapellen, die Programmpunkte und das Zampern im Ort.

Los ging es aber traditionell mit dem Abholen der Frauen zum Marsch durch das Dorf. Die Frauen stecken den Herren kleine ­Sträuße ans Revers und machen sich gemeinsam mit der Blaskapelle auf den Weg in die Bergschänke zum Fastnachtstanz. „Das hat hier eine lange Tradition, die wir erhalten wollen“, so Jane Buchholz. Auch das Einstudieren von Programmpunkten für den Tanz hat weiter einen Platz auf der Liste des Organisationskomitees. Ein eigens einstudiertes, selbst gesungenes Lied der Frauen, ein Bierkasten-Walzer sowie ein Sketch heizten während des Tanzes ein. Unterstützung gibt es von allen Dorfbewohnern, denn aus beruflichen Gründen sind einige der jungen Leute nicht ständig zu Hause. „Die Hauptlast lag bei Jane. Sie hatte alles jederzeit im Griff“, so Sven Karge. Deshalb überraschte er sie mit einem Blumenstrauß.

Am Samstagmorgen trafen sich dann alle an der Bergschänke wieder. Bei angenehmen Temperaturen machte sich die große Zampergesellschaft in Begleitung der Trompeten vom Neißestrand auf den etwa 1,3 Kilometer langen Rundkurs durchs Dorf. Und das in diesem Jahr sozusagen andersherum. Im Vorfeld hatte eine Umfrage im Ort ergeben, dass sich 90 Prozent mal eine andere Wegstrecke wünschten. „Vielleicht kann man das ja jährlich wechseln“, so die Organisatoren. Und so zogen sie  bis in den Abend hinein von Haus zu Haus und bekamen Eier, Speck und Geld für ihr Eierkuchenessen am Samstag, 23. Februar. Dann sind traditionell auch alle Senioren des Ortes zur Rentnerfastnacht eingeladen.

(utr)