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Handel
Gemischte Bilanz zum Weihnachtsgeschäft in Guben

Manuela und Roger Hentzschel von Ringfoto-Hentzschel bereuen ihre Entscheidung, zum Weihnachtsmarkt zu öffnen,  nicht.
Manuela und Roger Hentzschel von Ringfoto-Hentzschel bereuen ihre Entscheidung, zum Weihnachtsmarkt zu öffnen, nicht. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Fotogeschenke sind der Renner unter der Tanne. Bei Schmuck und Sportbekleidung lief der Verkauf eher schleppend.

 Das Weihnachtsgeschäft ist vorbei – doch haben im stationären Handel auch ordentlich die Kassen geklingelt? Die RUNDSCHAU hat bei einigen Händlern in Guben einmal nachgefragt.

Bei Sport Neumann ist das Weihnachtsgeschäft in den ersten drei Adventswochen nur sehr verhalten gelaufen. „Erst in der letzten Woche vor Weihnachten wurde mehr gekauft, und es lief gut“, so Inhaber Dirk Constantin. Als Geschenke waren dann Wintertextilien, kleine Sportgeräte wie Fußbälle und winterliche Accessoires besonders beliebt.  Zum Weihnachtsmarkt blieb sein Geschäft in der Frankfurter Straße als Protest gegen den Standortwechsel geschlossen. Doch am „Weihnachtsendspurt“ der Gubener Altstadthändler am Tag vor Heiligabend hat sich Sport Neumann beteiligt. „Nach dem Mittag wurde es voll im Laden“, so Dirk Constantin. „Viele wollten wirklich last minute noch ein Geschenk besorgen.“ Insgesamt zieht der Händler trotzdem eine schlechte Blianz. „Das Geschäft läuft von Jahr zu Jahr schlechter“, sagt der Sporthändler. Als Gründe vermutet er die Altersstruktur in Guben und die Konkurrenz durch den Onlinehandel.

Auch die Juwelierschmiede Mater zieht eine schlechte Bilanz zur Kauffreude der Gubener.  „Das Geschäft lief im Dezember sehr schleppend und kam auch kurz vor Weihnachten nicht in Fahrt“, weiß Monika Mater. „Es war noch schlechter als in den Vorjahren.“ Sonst habe in der Woche vor dem Fest immer mehr Andrang im Geschäft geherrscht. „Dieses Jahr hätten wir teilweise auch am Mittag schließen können“, so Monika Mater weiter. „Viele kommen nicht bis hier runter oder fahren lieber gleich in ein großes Shoppingcenter.“

Eine positive Bilanz zieht hingegen Ringfoto-Hentzschel. „Das Geschäft ist definitiv gut gelaufen“, sagt Manuela Hentzschel. „Besonders gefragt waren unsere Fotogeschenke.“ Seit März verkauft das Geschäft Tickets – auch die waren als Geschenk beliebt. „Außerdem haben wir viele Stammkunden, die jedes Jahr ein Familienfoto verschenken“, erklärt Manuela Hentzschel. Im Gegensatz zu vielen anderen Händlern hatte Ringfoto-Hentzschel zum Weihnachtsmarkt geöffnet. „Das war die richtige Entscheidung, und wir würden es wieder so machen“, so Manuela Hentzschel. „Es waren viele Kunden hier“. Ihrer Meinung nach hatte der Markt am neuen Standort aber kein Flair: „Hoffentlich ist er im nächsten Jahr wieder auf dem Dreieck.“

(mcz)