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Gekürzte Geldzuschüsse und auch weniger Teilnehmer

Bärenklau.. Das Ferienlager der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg in Bärenklau hat seit über zehn Jahren Tradition. Jugendwehren aus ganz Brandenburg nehmen teil. Dieses Mal geschieht das jedoch unter dem Einfluss von Kürzungen und begleitet von den daraus resultierenden Problemen. Jana Pozar


Statt zwei Wochen in den vergangenen Jahren, dauert das Landesjugendfeuerwehrlager dieses Mal nur eine Woche. "Das hat aber nicht nur mit den Einsparungen zu tun. Wir haben nicht genug Teilnehmer, um zwei volle Gruppendurchgänge für zwei Wochen sichern zu können", sagt der Lagerleiter und stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Christian Dittmann aus Prenzlau. Am Samstag waren etwa 250 Feuerwehr-Kinder und -Jugendliche in Bärenklau angekommen.
Schon seit langem haben die Jugendwehren Probleme mit den Teilnehmerbeiträgen, weil sie erheblich erhöht wurden. Trotzdem ist es der Landesjugendfeuerwehr wichtig, dieses Lager aufrecht zu erhalten. Es werden billigere oder gar unentgeltliche Angebote angenommen, die aber pädagogisch sinnvoll sein müssen, sagt Christian Dittmann.
In diesem Jahr gibt es zum Beispiel eine Vorführung der DRK-Hundestaffel Forst, Neiße-Bootstouren von der Grunewalder Straße in Guben bis zum Pegel in Ratzdorf, natürlich Diskos, das Neptunfest am Pastlingsee und ganz neu auch ein "Wetten dass. . . ? "- ganz nach dem Vorbild im Fernsehen.
"Besonders wichtig ist es uns, dass Teilnehmer und Außenstehenden das Lager nicht als Ausbildungslager ansehen. Nach vielen Wochen Ausbildung wollen wir hier jetzt nur Erholung, Sport, Spaß und Spiel erleben", betont Dittmann. Dass dabei immer wieder Training automatisch mit eingebracht wird, ist normal. Das wissen auch Anja, Sascha und René von der Jugendfeuerwehr in Senftenberg. Sie sind bereits zum fünften Mal in Bärenklau, und immer noch ist alles für sie spannend. Egal ob Disko, Sport oder Kino - lustig wird es immer, sind sie sich einig. Sascha findet auch toll, "dass man hier das Internet nutzen kann".
Aus Schuhlen-Wiese bei Beeskow ist Betreuer Hans-Joachim Lux zum dritten Mal mit seinen Schützlingen angereist. Jürgen und Elisa freuen sich schon aufs Neptunfest. Und Hans-Joachim Lux geht einfach seiner langjährigen Leidenschaft nach: dem Zelten.
Es gibt auch fakultative Angebote für die Kinder und Jugendlichen. Sie können zum Beispiel ins Eko Stahl Eisenhüttenstadt, ins Kraftwerk Jänschwalde oder zur Laubag fahren. Diese Fahrten haben sich Tobias, Carlo und Tony mit ihrer Betreuerin Elke Schmidt ausgesucht. Tony ist zum ersten Mal in Bärenklau. Bisher findet er es recht spaßig. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, endlich seine ganze Truppe kennen zu lernen, denn er ist erst seit zwei Monaten Mitglied der Jugendwehr Ruhland.
Für Interessenten führt das Lager am Mittwoch, dem 9. Juli, ab 14 Uhr einen Tag der offenen Tür durch. Wer sich vorab schon einmal informieren möchte, kann im Internet die Seite www.ljf-bb.de aufrufen. Eine WebCam zeichnet das Lagerleben auf, aber auch Zusammenfassungen der Erlebnisse des Tages sind dort nachzulesen.