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| 01:00 Uhr

Gefälschte Pässe bei unerlaubten Einreisen

Guben.. Zwei Personen versuchten am Wochenende, mit gefälschten Pässen nach Deutschland einzureisen. Am 15. Juli, gegen 21 Uhr, stellte eine Streife der Bundespolizeiinspektion Guben in Guben eine 49-jährige Frau fest, die sich nicht ausweisen konnte. (red)

Bei der Durchsuchung des Gepäcks auf der Dienststelle wurde ein polnischer Reisepass mit ihrem Lichtbild aufgefunden. Eine Untersuchung ergab, dass das Bild ausgetauscht worden war.
In der weiteren Befragung wurde klar, dass es sich um eine ukrainische Staatsangehörige handelt, die unerlaubt über die Neiße eingereist war und durch einen mutmaßlichen Schleuser abgeholt werden sollte. Sie wurde angezeigt und nach Polen zurückgeschickt.
Tags darauf erschien gegen 10.15 Uhr am Grenzübergang Guben ein 45-jähriger Mann als Fahrgast in einem Taxi zur Einreisekontrolle und legte einen litauischen Reisepass vor. Dem Kontrollbeamten fiel auf, dass dieser Mann Fragen in litauischer Sprache nicht beantworten konnte. Die genauere Kontrolle des Reisepasses ergab, dass es sich um eine Fälschung handelte.

Dokumente im Schuh
Den eigenen gültigen ukrainischen Reisepass ohne Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland hatte der Mann im Schuh versteckt. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Pass für etwa 900 Euro in der Ukraine gekauft wurde.
Der Ukrainer hatte schon einmal versucht, mit einem gefälschten litauischen Pass die deutsch-tschechische Grenze zu passieren. Dort war er ebenfalls wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Versuchs der unerlaubten Einreise angezeigt worden.
Der Mann wurde auch in Guben angezeigt und nach Polen zurückgewiesen, der Pass wurde sichergestellt und eine Sicherheitsleistung von 400 Euro erhoben.

Familie geschleust
Eine Grenzstreife der Bundespolizeiinspektion stellte am Sonntag, gegen 22.20 Uhr, mehrere Personen nach dem Durchqueren der Neiße in Guben fest und kontrollierte sie. Es handelte sich um einen 30- jährigen russischen Familienvater mit seiner 29-jährigen Frau und der eineinhalbjährigen Tochter. Sie wiesen sich mit russischen Ausweisen ohne Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland aus.
Auch der mutmaßliche Schleuser, ein 21-jähriger polnischer Staatsangehöriger, wurde in Gewahrsam genommen und gestern dem Haftrichter vorgeführt. Für die russische Familie ist die Zurückschickung beantragt, heißt es in einer Presseinformation.