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| 15:00 Uhr

Musik
Gebürtiger Gubener veröffentlicht neuen Song

Das Raperduo Erinel und Ecso in ihrem neusten Musikvideo.
Das Raperduo Erinel und Ecso in ihrem neusten Musikvideo. FOTO: Erinel&Esco
Guben. Roger Ludwig alias „Erinel“ verarbeitet mit Musik Schicksalsschläge in seinem Leben. Von Michèle-Cathrin Zeidler

„Ganz egal, aus welcher Sicht man es betrachtet, der eine ist der König, du der Bauer auf dem Schachbrett“, mit diesen Zeilen beginnt der neue Song von „Erinel & Esco“ aus dem Album „Die Büxxe der Pandora“. Das Lied mit sozialkritischen Texten und Geschichten auf melancholischen Beats wurde innerhalb der ersten drei Tage mehr als 1500 Mal geklickt. Auch in einer Gubener Facebook Gruppe kommt der Song gut an. Hinter dem Künstlernamen Erinel versteckt sich nämlich der gebürtige Gubener Roger Ludwig. „Das positive Feedback aus der Heimat ist toll“, freut sich der Rapper.

Mit „Schachbrett“ hat die Rap Com ihr aktuelles Album abgeschlossen. Hinter dem Lied steckt für die Musiker eine klare  Botschaft. „Egal, ob du etwas hast oder nicht, du kannst alles schaffen. Du darfst niemals aufgeben“, erklärt Roger Ludwig. In seinen Texten verarbeitet er Schicksalsschläge und Geschichten aus seinem Leben: „Aber nicht alle Tracks sind tiefgründig. Wir haben auch Leichteres wie den Song Sommertag.“

Aktuell baut sich das Rapperduo in Lindau am Bodensee  ein Studio auf. „Wir wollen ein Label gründen“, verrät Roger Ludwig seine weiteren Pläne. Einen Namen gibt es auch schon: Black13 soll es heißen. Für das kommende Jahr ist außerdem ein weiteres Album mit zehn bis 15 Songs geplant. Dafür arbeiten die zwei Männer derzeit an einem Konzept.

„Wir wollen auch wieder mehr auftreten“, so der Musiker und frisch gebackene Vater. Erfahrungen konnten Erinel & Esco dafür bereits auf Stadtfesten und in Clubs sammeln. „Den Vorschlag auf Facebook, auf dem Gubener Frühlingsfest aufzutreten, finde ich toll. Es wäre mir eine große Ehre“, so Roger Ludwig.

Als Teenager zog der Rapper mit seinen Eltern von Guben in den Süden Deutschlands. Seine Oma lebt noch immer in der Neißestadt, und der Künstler ist mit seiner Familie regelmäßig zu Besuch.

„Mit der Musik habe ich mit 14 Jahren angefangen“, sagt Roger Ludwig. Doch erst durch einen Schicksalsschlag schlug er eine professionellere Richtung ein. „Mein Freund und damaliger Bandkollege P-Rex ist 2011 gestorben“, erzählt der junge Mann, der als privater Betreuer arbeitet. Ihm zu Ehren wollten es Esco und er dann vor gut zwei Jahren noch einmal richtig probieren. Das Ergebnis war „Erinnerungen“.

„Unser Ziel war es immer, einmal ein gescheites Musikvideo zu machen“, verrät Roger Ludwig. Das ist den beiden Männern mittlerweile gelungen. Ihre letzten Videos drehten sie mit RN Media Films. Besonders wichtig ist dem Duo auch die Qualität ihrer Musik. „Wir haben das Album im Lautstumm Studio aufgenommen. Da waren auch schon Die Orsons“, erzählt Roger Ludwig stolz. Trotzdem soll die Musik erst einmal ein Nebenerwerb bleiben. „Hauptsache, ich mache weiterhin Musik. Ob nun vor 100 Leuten oder 10 000 – das macht keinen Unterschied“, so Ludwig.