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| 02:40 Uhr

Gänsehautgefühl bei einem junggebliebenen Kultstar

Zweieinhalb Stunden unterhielt Gerd Christian die Gubener mit seinen Hits. Danach nahm er sich Zeit für Fotos und Autogramme.
Zweieinhalb Stunden unterhielt Gerd Christian die Gubener mit seinen Hits. Danach nahm er sich Zeit für Fotos und Autogramme. FOTO: Ute Richter/utr1
Guben. Mit Gerd Christian hatte die Gubener Fabrik am Samstag eine echte Schlagerlegende und einen Kultstar an die Neiße geholt. Der Mann, der seit mittlerweile mehr als 40 Jahren auf der Bühne steht und mit dem Kulthit "Sag ihr auch" Musikgeschichte schrieb, veröffentlichte mehr als eine Handvoll Alben. Ute Richter

"Noch immer jung" heißt eine seiner beliebten Scheiben, und angesichts seiner Bühnenpräsenz nimmt man das dem beliebten Künstler gern ab.

Und so begann der Sänger, der selbst schon 66 Jahre auf dem Buckel hat, wie er selbst sagt, mit dem "Sommer meines Lebens". Und heute weiß er, dass "Wenn man älter wird" man sich "manchmal wünscht, im Herzen noch mal Kind zu sein". Heute wagt er sich auch an Titel wie "Mandy", der in seiner Originalversion gesungen von Barry Manilow 1974 zum Welthit wurde. Mit neuem Text und einem modernen Arrangement versehen, schafft es Gerd Christian, durch stimmliche Souveränität dem Flair dieses Songs nicht nur gerecht zu werden, sondern ihm Eigenständigkeit zu verleihen.

Neben großen Balladen wie "Glück lebt in unseren Herzen" oder "Ich schenke dir diese letzte Rose" erzählt der Sänger liebenswerte kleine Alltagsgeschichten. Beispielsweise die, dass er den Titel "Du" von Peter Maffay für ihn einst produzierte. Jetzt singt er ihn selbst in seiner ganz eigenen Version, die ebenso ohrwurmtauglich ist. Er macht keinen Hehl daraus, dass er vermutlich ohne seine Frau Rosi aufgeschmissen wäre. Denn sie ist es, die ihm die Titelabfolge für den jeweiligen Abend auf einen Zettel schreibt, auf den Gerd Christian immer wieder mal schaut.

Gerd Christian ist aus der deutschen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Der Mann, dessen Karriere 1973 als Sänger in Fritzens Dampferband begann und der seit 1979 als Solist auf der Bühne steht, hat ein treues Publikum. Doch er gibt diese Treue zurück - von ganzem Herzen und mit jenem Gänsehautfeeling von damals. Und deshalb singt er für sein Gubener Publikum auch seinen wohl größten Hit zum Schluss noch ein zweites Mal. Dieses Mal aber in einer Diskofox-Version und das Fabrikpublikum schwingt vom ersten Ton an das Tanzbein. "Das kommt auch nicht oft vor", erzählt er nach der Veranstaltung, wo er sich dann noch viel Zeit für seine Fans für Fotos und Autogramme nahm.