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| 15:39 Uhr

Guben: Neuer Rektor
Führungswechsel im Wilkestift

 Bischof Hans-Jörg Voigt (l.) führte am Freitag Pfarrer Markus Müller (r.) offiziell in sein Amt als Rektor des Naemi-Wilke-Stifts ein. Im Hintergrund Verwaltungsdirektor Gottfried Hain und Vorstandsmitglied Beatrice Deinert.
Bischof Hans-Jörg Voigt (l.) führte am Freitag Pfarrer Markus Müller (r.) offiziell in sein Amt als Rektor des Naemi-Wilke-Stifts ein. Im Hintergrund Verwaltungsdirektor Gottfried Hain und Vorstandsmitglied Beatrice Deinert. FOTO: lr / engelhardt
Pfarrer Markus Müller ist offiziell in sein Amt als neuer Rektor des Hauses eingeführt worden.

Nun ist er auch offiziell vollzogen, der Führungswechsel im Naemi-Wilke-Stift. Während eines Gottesdienstes im Rahmen des Neujahrsempfanges wurde am Freitag der bisherige Rektor, Pfarrer Stefan Süß, in den Ruhestand verabschiedet und sein Nachfolger, Pfarrer Markus Müller, in sein Amt eingeführt. Im Beisein zahlreicher Gäste wurden diese Amtshandlungen vom Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Hans-Jörg Voigt aus Hannover, vorgenommen.

Voigt ließ es sich im weiteren Verlauf auch nicht nehmen, Süß für seine 27 Jahre Dienstzeit im Gubener Krankenhaus zu danken. Er habe sein Amt in der „atemberaubenden Zeit“ der Wende übernommen und mit großem Gestaltungswillen die Entwicklung des Hauses vorangebracht. Voigt nannte in diesem Zusammenhang die zahlreichen Um- und Neubauvorhaben der letzten Jahrzehnte am Wilkestift. „Sie haben viel bewegen können.“ Das wünsche er nun auch Markus Müller.

 Stefan Süß selbst spricht in seinen Abschiedsworten in einem Rundbrief an die Mitarbeiter des Hauses in Anlehnung an einen Prosaband von Reiner Kunze von den „wunderbaren Jahren“, die er im Stift erleben durfte, obwohl es auch einige herbe Rückschläge gegeben habe wie 1995 die Schließung des Altenpflegeheims oder im Jahr 2000 die Schließung der Gynäkologie/Geburtshilfe. Insgesamt fällt sein Fazit aber positiv aus. Süß schreibt: „Heute haben wir ein neues Krankenhaus, ein völlig neu gestaltetes Stiftsgelände, sanierte Altbauten; aus zwei Belegschaften ist längst eine geworden. Arbeitsplätze konnten gesichert und erweitert werden, und nicht wenige unserer Mitarbeiter haben schrittweise manchmal den Ehepartner oder ihre Kinder als neue Mitarbeiter mit eingebracht in die ,Stiftsfamilie’.“

Ein Dank für die geleistete Arbeit wurde Pfarrer Süß auch von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) ausgesprochen. Süß habe sich stets auch für weltliche Belange eingesetzt, beispielweise als Mitglied des Jugendhilfeausschusses des Landeskreises. Dabei habe Süß viele wichtige Impulse gesetzt. „Ich hoffe, dass sie und ihr ehrenamtliches Engagement dem Landkreis erhalten bleiben“, sagte Altekrüger. Der Landrat drückte während seiner Rede auch die Hoffnung aus, dass in diesem Jahr der große Durchbruch in puncto grenzüberschreitender Rettungsdienst geschafft werden könne. Bereits im Februar werde zu diesem Thema in Guben ein Symposium stattfinden.

Sowohl der scheidende wie auch der neue Rektor durften sich während des Empfangs über kleine Geschenke freuen. Mitgebracht hatten diese beispielsweise die Mädchen und Jungen der Igel- und der Fuchsgruppe des Kindergartens des Wilkestifts. Sie hatten ein Lied für den feierlichen Anlass eingeübt. Der Kindergarten selbst wird 2019 sein 140-jähriges Bestehen begehen. Für den Kindergarten ist übrigens auch die Kollekte des Gottesdienstes gedacht. Dort sind Umbauten geplant.

Ein weiteres Jubiläum ist im gerade begonnenen Jahr der 25. Geburtstag der orthopädischen Fachabteilung. Und auch die geriatrische Tagesklinik, die vom Krankenhaus Eisenhüttenstadt am Wilkestift betrieben wird, konnte dieser Tage ein erstes kleines Jubiläum feiern, nämlich ihr fünfjähriges Bestehen.

Ein großes Dankeschön gab es während des Empfangs auch für all jene, die sich im vorigen Jahr wieder an der Weihnachtspäckchen-Aktion des Stifts beteiligten. Insgesamt waren rund 600 Pakete zusammengekommen, die die Pfarrer Süß und Müller in Polen und Tschechien verteilt hatten.

Natürlich meldete sich auch der neue Rektor zu Wort. Er hielt während des Gottesdienstes die Predigt. Pfarrer Müller sprach in Anlehnung an die Weihnachtsgeschichte von echten Sternstunden, die das Stift in seiner inzwischen mehr als 140-jährigen Geschichte erlebt habe, und vom Licht der Hoffnung. Entsprechend hoffnungsvoll begann es somit auch, das Jahr 2019 am Naemi-Wilke-Stift.