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| 17:07 Uhr

Veranstaltung
Kinder von Hutgeschichte überrascht

Am Mittwoch führte Museumsmitarbeiterin Caroline Tilich interessierte Kinder, Eltern und Großeltern durch die aktuelle Ausstellung.
Am Mittwoch führte Museumsmitarbeiterin Caroline Tilich interessierte Kinder, Eltern und Großeltern durch die aktuelle Ausstellung. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Führung durch aktuelle Ausstellung im Stadt- und Industriemuseum kommt gut an. Von Michéle-Cathrin Zeidler

  Ungläubige große Kinderaugen am Mittwoch im Gubener Stadt- und Industriemuseum. „Früher musste man immer einen Hut tragen, wenn man das Haus verlassen hat“, so Carolina Tilich bei der kindgerechten Führung durch die aktuelle Ausstellung „Glockenhut, Schiebermütze, Filzkappe und Co. – Kopfbedeckungen im Spiegel der historischen Alltagsfotografie“. „Von Kopf bis Fuß musste alles perfekt farblich abgestimmt sein“, erklärt die Museumsmitarbeiterin. „Kinder hatten es früher wirklich nicht leicht“, findet Carolina Tilich. „Ihr dürft Euch heute sicher aussuchen, was Ihr tragen wollt. Früher haben das die Eltern oder die Ankleidefrau einfach bestimmt.“

Die kindgerechte Führung ist eine Veranstaltung aus dem Ferienkalender der Stadt. Zehn Kinder aus Guben und Cottbus, aber auch vom Niederrhein und aus Berlin, nahmen, begleitet von Eltern oder Großeltern, teil.

Interessiert hörten auch Monika Schmidt und ihre neunjährige Enkelin zu. „Ich finde die Ausstellung super“, so die Gubenerin. „Zu meiner Zeit musste man zwar keinen Hut mehr tragen, aber meine Eltern hatten außer Haus noch Hüte auf.“ Ihre Enkelin besucht sie regelmäßig in den Ferien. „Wir haben diese Woche schon versucht, die Strickliesel wiederzubeleben und haben eine Umhängetasche für ihre Puppe gehäkelt“, erzählt Monika Schmidt. „Morgen geht es nach Peitz zum Eis essen.“  Ebenfalls mit ihren zwei Enkelinnen nahm Christa Dulitz teil. „Die zwei waren schon im Museum und sind direkt zur Tür gelaufen“, erzählt die stolze Oma. Am Wochenende geht für die zwei Sechsjährigen der Ernst des Lebens los. „Allerdings ohne Hut“, schmunzelt die Gubenerin. Früher undenkbar. „Zur Einschulung trugen die Kinder besonders große Hüte und bekamen auch nur eine ganz kleine Zuckertüte“, so Caroline Tilich kurz zuvor.