(dsf) Eins muss man Petrus lassen – mit den Gubenern und Gubinern hat er es am Wochenende mehr als gut gemeint. Bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein feierten zahlreiche Neißestädter von beiden Fluss-Seiten den Frühling an der Neiße.

Auch wenn das Wochenende und vor allem der Samstag in erster Linie unter dem Motto „150 Jahre Radfahren in Guben“ stand, waren die Programmpunkte so unterschiedlich wie vielfältig. Von der bewährten Kür des „Baby des Jahres“ über das traditionelle Entenrennen bis hin zur „Sportler des Jahres“-Wahl gab es ebenso Gewohntes wie Neues – eine Michael-Jackson-Show, die „Ossis“ mit ihren Liedern aus vergangenen Zeiten, einen Auftritt der Band „Feuerherz“, Markttreiben, ein Talentwettbewerb von deutschen und polnischen Jugendlichen ...

Wie bei dem Wetter kaum anders zu erwarten, war das Festgelände die meiste Zeit über gut gefüllt. „Wer jetzt in Guben und Gubin zu Hause sitzt ... selber schuld“, schrieb Gubens Bürgermeister Fred Mahro (CDU) am Samstagabend und ergänzte seinen Facebook-Post mit Fotos eines prall gefüllten Festgeländes.

Etwas Besonderes war das Frühlingsfest in diesem Jahr allein wegen des Datums – fällt das Festwochenende in aller Regel auf den Frühsommer, feierten die beiden Städte in diesem Jahr bereits im Mai. Ein Risiko, denn mit stabilem Wetter kann in der Regel im Wonnemonat nicht gerechnet werden. Das Risiko aber hat sich gelohnt.

Unschöne Nebenerscheinung: Diebe haben offenbar die Unaufmerksamkeit der Feiernden ausgenutzt und über das Wochenende hinweg Geldbörsen und Mobiltelefone aus den Taschen der Partygäste gestohlen. Eine heiße Spur der Täter hat die Polizei offenbar noch nicht. Die Kriminalpolizei habe allerdings die Ermittlungen aufgenommen, heißt es vonseiten der Polizeidirektion am Sonntag.

Bis zum Sonntagabend konnten die Besucher der Doppelstadt und des Neißefrühlings die Sonnenstunden und das Programm in beiden Städten voll auskosten. Während die älteren Gäste in Erinnerungen an die Musik aus DDR-Zeiten schwelgen durften, konnten auch die Kinder auf Hüpfburgen und Fahrgeschäften voll auf ihre Kosten kommen. Ab Montag heißt es dann wieder: Zurück zum Alltag.