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| 15:51 Uhr

Guben
Freude über Investition bei Trevira

Uwe Koschack von Trevira zeigt ein Garn, das in seiner Struktur durch Wasser und Wärme gekräuselt wurde.
Uwe Koschack von Trevira zeigt ein Garn, das in seiner Struktur durch Wasser und Wärme gekräuselt wurde. FOTO: Lydia Schauff
Guben. 7,5 Millionen Euro für neue Anlagen sind auch ein wichtiges Signal für den Standort Guben. Von Silke Halpick

Lange schon ist sie im Gespräch, nun endlich auch genehmigt: die 7,5-Millionen-Euro-Investition für Trevira in Guben. Für den frisch gewählten Bürgermeister Fred Mahro (CDU) ist das auch ein klares Bekenntnis zum Chemiestandort an der Neiße.

„Es handelt sich hierbei um Spinnmaschinen und Anlagen für die textile Weiterverarbeitung“, erklärt Kommunikationsmanagerin Isabell Lammel auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Die Anlagen seien gerade erst bestellt worden. Mit der Lieferung werde im kommenden Jahr gerechnet. Durch diese Investitionen sollen ein „Mengenwachstum generiert“ sowie die „Prozesse und Abläufe optimiert“ werden, sagt sie weiter.

„Trevira ist der größte Arbeitgeber für die Stadt Guben“, betont Bürgermeister Fred Mahro. Deshalb freue ihn diese Investition besonders. Seiner Erinnerung nach ist sie eine der größten seit der Jahrtausendwende beim Polyesterfaser- und Filamentgarnhersteller, der im Industriegebiet Süd anässig ist. Der Stadtchef hofft, dass damit die Arbeitsplätze am Gubener Standort stabilisiert werden können – und möglicherweise sogar ein Ausbau drin ist.

Doch mit einer Änderung der Mitarbeiterzahl rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge vorerst nicht. Aktuell arbeiten in Guben rund 600 Beschäftigte. Damit ist dieser Standort nach wie vor der größte. Das Stammwerk im bayerischen Bobingen hat 460 Mitarbeiter, bei Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb in Hattersheim (Hessen) sind es 40.

„Die Kapazitätsgrenze im Bereich Filamente, die ausschließlich in unserem Werk Guben produziert werden, ist erreicht“, betont Lammel. Um die steigenden Anfragen und Aufträge in diesem Segment fristgerecht erledigen zu können, sei die Millionen-Investition jetzt nötig.

„Wir freuen uns sehr über die Investitionen in die neuen Anlagen. Der Standort Guben und die Filamente werden durch diese Projekte gestärkt“, sagt Edo Lieven, Filaments-Bereichsleiter. Und Geschäftsführer Klaus Holz betont: „Diese Investitionen sind ein extrem wichtiges Signal. Sie dokumentieren erneut das langfristige Engagement des Mutterkonzerns IVL in unser Unternehmen.“ Die thailändische Indorama Ventures PCL (IVL) ist Eigentümer der Trevira GmbH.

Trevira stellt hochwertige Markenfasern und -filamentgarne her, die  in technischen Anlagen, Heimtextilien, Automobilinnenausstattungen, Hygieneprodukten oder auch Funktionsbekleidung enthalten sind. Nachgefragt sind auch die Garne in einer schwer entflammbaren Variante. Der Kundenschwerpunkt liegt auf Europa. Der Jahresumsatz beträgt 244 Millionen Euro (Stand: 2017). Produziert werden rund 85 000 Tonnen Stapelfasern und Filamentgarne sowie 32 000 Tonnen Polyesterchips pro Jahr.