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| 18:11 Uhr

Beim Nachtwächter in Guben war es lustig
Humorvolles gibt es bald auch auf CD

 Ganz im Zeichen des Frauentages stand das 25. Stadtwächterstündchen.  
Ganz im Zeichen des Frauentages stand das 25. Stadtwächterstündchen.   FOTO: Ute Richter
Guben. Das leicht-lockere Programm des Nachtwächterstübchens soll nicht nur zum Frauentag begeistern.

Zum mittlerweile 25. Stadtwächterstündchen hatte Stadtwächter Andreas Peter am Samstag in sein Stadtwächterstübchen in der Frankfurter Straße eingeladen. Um Buchvorstellungen, musikalische Vorführungen, Lesungen, Talkrunden mit Prominenten und vieles andere geht es jeweils in dieser literarischen Veranstaltungsreihe, die im August 2016 ihren Ursprung bei der Eröffnung der zweiten Station der „Märkischen Dichterstraße“ in Guben hatte. Dieses Mal stand dieser Nachmittag ganz im Zeichen des Frauentages.

Andreas Peter wollte das feminine Geschlecht besonders ehren und dafür hatte er sich literarische Unterstützung in Form von Gedichten bekannter Dichter und Autoren zu Hilfe genommen. „Mein Blumenstrauß hat heute nur Blätter“, kündigte der Stadtwächter augenzwinkernd an.

In gemütlicher Atmosphäre bekamen die überwiegend weiblichen Besucher Ehrung in Form von heiterer Poesie und Prosa von Heinz Erhardt, Joachim Ringelnatz, Kurt Tucholsky oder Casanova. Es zeigte sich, dass der legendäre Heinz Erhard, dessen kleine Gedichte mit viel Wahrheit gespickt sind, oftmals zum Schmunzeln anregen. Überhaupt wurde viel gelacht an diesem Nachmittag.

Doch auch regionale Lyriker kamen zu Gehör. So wie der ehemalige Gubener Studienrat Paul Krause, der in einem Gedicht erklärt, warum man in Guben das Appel- und nicht ein Spillingsfest feiert. Das Gedicht stammt aus der Zeit  lange vor der Grenzöffnung zu Polen. Gedichte von Heinz Calau oder Volker Braun zeigten die Beziehung zur Neißestadt und die deutsch-polnische Verbindung seit vielen Jahren.

All diese Gedichte und kleinen Geschichten, aber sicher auch das von Andreas Peter geschriebene Apfelkönig-Lied werden demnächst auf CD erhältlich sein. Im Mai soll der Tonträger erscheinen.

Der nächste Termin steht bereits fest: Das 26. Stadtwächterstündchen wird dann der traditionelle Osterspaziergang sein. Los geht es am 21. April um 10 Uhr am Stadtwächterstübchen in der Frankfurter Straße. Der Spaziergang dauert etwa zwei Stunden.

 Ganz im Zeichen des Frauentages stand das 25. Stadtwächterstündchen.  
Ganz im Zeichen des Frauentages stand das 25. Stadtwächterstündchen.   FOTO: Ute Richter