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| 02:36 Uhr

Frauen sind gemeinsam eine Macht

Anke Domscheit-Berg las in Guben aus ihrem Buch "Ein bisschen gleich ist nicht genug".
Anke Domscheit-Berg las in Guben aus ihrem Buch "Ein bisschen gleich ist nicht genug". FOTO: Ute Richter/utr1
Guben. Zur zweiten Veranstaltung in Guben innerhalb der Frauenwoche las Anke Domscheit-Berg am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek aus ihrem Buch "Ein bisschen gleich ist nicht genug". Frauen sitzen seltener auf einem Chefsessel, verdienen weniger und tragen die Hauptlast in Haushalt und Familie, so die Autorin. utr1

Das Ergebnis sei eine Gesellschaft, die Männer und Frauen in stereotype Schubladen steckt. Auch eine Frauenquote für die Kontrollgremien der börsennotierten Unternehmen oder mehr Transparenz bei den Löhnen, damit Frauen nicht schlechter bezahlt werden als Männer: Männer und Frauen seien noch längst nicht gleichberechtigt. Anke Domscheit-Berg hat mit ihrem Buch die Debatte erweitert. Es soll auch ein Weckruf sein, wie sie selber sagt.

Sie wies auf die geringe Beteiligung von Frauen in der Politik und Männerdominanz in Behörden, Gremien, Medien und Ministerien hin. Unter hauptamtlichen Bürgermeistern betrage der Frauenanteil vier Prozent. Anke Domscheit-Berg resümiert in ihrem Buch, dass die Ursachen für die Geschlechterungerechtigkeit in einem komplexen Zusammenspiel von Erziehung, Prägung und starren Machtverhältnissen liegen. Die Steinzeit könne bei genauer Betrachtung unmöglich Schuld an der heute immer noch präsenten Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen sein.

Für Anke Domscheit-Berg passte diese Lesung perfekt in die Frauenwoche, haben Frauen doch eine enorme Marktmacht. "Wir können eine Menge aushalten, müssen es aber nicht", sagt sie und bestärkt das weibliche Geschlecht darin, sich zu wehren, wenn sie das Gefühl der Ungleichbehandlung haben. Denn: "Gemeinsam haben wir die Macht."