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| 08:13 Uhr

Artenschutz
Förster legen Habitate für Bergmolche an

Nach dem Ausheben der Mulde und anschließendem beschichten mit Lehm rückt der Traktor mit dem Wassertank an. Zwischen 20 000 und 30 000 Liter Wasser werden für eine Leichstelle benötigt.
Nach dem Ausheben der Mulde und anschließendem beschichten mit Lehm rückt der Traktor mit dem Wassertank an. Zwischen 20 000 und 30 000 Liter Wasser werden für eine Leichstelle benötigt. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Kleinsee. Die gefährdete Art findet in den Wäldern der Region kaum noch natürliche Ablaichgewässer.

Damit die Bergmolche im Frühjahr ein Gewässer zum Laichen haben, legt die Landeswaldoberförsterei Peitz aktuell vier neue künstliche Habitate im Revier Kleinsee an. „Da Wassertümpel natürlich nicht mehr häufig vorkommen, ist der Bergmolch bedroht“, erklärt Arne Barkhausen, Leiter der Landeswaldoberförsterei Peitz. Laut der Waldvision 2030 sei er bei der Bewirtschaftung des Landeswaldes verpflichtet, die Ansprüche gefährdeter Tierarten besonders zu beachten: „Das Ziel ist eine stabile Population der Berglurche.“ Für die künstlichen Habitate werden Mulden ausgehoben, mit Lehm beschichtet und mit Wasser befüllt. „Durch den Lehm bleibt das Wasser stehen“, erklärt Arne Barkhausen. Die Kosten für diese Aktion belaufen sich auf rund 2500 Euro – pro Habitat. Die offene Wasserstelle kommt allerdings nicht nur den Bergmolchen zu Gute, sie zieht auch Vögel, Kriechtiere und andere Lurche an. „Vier natürliche Laichstellen gibt es noch im Revier“, weiß Ute Steinberg, Revierleiterin Kleinsee. Jedes Jahr sollen ab jetzt vier neue künstliche Habitate hinzukommen. „Das Ziel ist hierbei ein System aus Trittsteinen, damit die Molche von einem zum nächsten ziehen können“, sagt Arne Barkhausen.

(mcz)