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Fledermausexperten fachsimpeln am Kleinsee

Klaus Thiele zeigte anhand einer Tafel die unterschiedlichsten Fledermausarten. Viele davon haben die Experten in den Kirchen rund um den Kleinsee am Wochenende gefunden. Foto: utr1
Klaus Thiele zeigte anhand einer Tafel die unterschiedlichsten Fledermausarten. Viele davon haben die Experten in den Kirchen rund um den Kleinsee am Wochenende gefunden. Foto: utr1 FOTO: utr1
Kleinsee. Zur 29. Arbeitstagung des Landesfachausschusses (LFA) für Säugetierkunde Brandenburg-Berlin haben sich am Wochenende zahlreiche Experten in der Waldschule am Kleinsee getroffen. Ute Richter/utr1

Schwerpunkt der Veranstaltung war die Erfassung von Fledermäusen und Kleinsäugern. Klaus Thiele, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, erzählt, dass vor allem Kirchen und Keller gute Quartiere für Fledermäuse sind. Und so waren unter anderem auch die Kirchen in der Gemeinde Schenkendöbern Anlaufstelle für die Fledermausexperten. "Die Kirche in Grano war dabei richtig interessant für uns, denn dort haben wir heute vier Fledermausarten nachgewiesen", so Thiele. Etwa 80 Tiere in fünf bis sechs verschiedenen Arten haben die unterschiedlichsten Gruppen in den unterschiedlichsten Gebäuden gefunden. Alle Daten werden dem Landesumweltamt zur Verfügung gestellt.

Am Kleinsee hieß es, Erfahrungen auszutauschen und Neues zu erfahren. Wie beispielsweise in einem Vortrag, in dem es um die Bewertung von automatischen Fledermauserfassungsgeräten ging. Oder aber bei Netzfangaktionen am Abend Fledermausarten zu bestimmen. 18 Arten gibt es in Brandenburg, weltweit etwa 1000. Es ist die artenreichste Säugetierart, die in unseren Breiten von etwa 21.30 Uhr bis 5 Uhr morgens unterwegs sind.