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| 01:05 Uhr

Flaschen auf Irrwegen

Leere Flaschen wegzubringen, war früher ein Kinderspiel. Ja, auch ich habe mir manche Mark mit der Abgabe der gläsernen Hohlkörper beim Sekundärroh stoffhandel verdient. Und auch die Pfandflaschen von Oma Erna wusste ich in klingende Münze umzuwandeln. Jan Siegel


Doch die Zeiten sind vorbei. Heute braucht man fast Abitur, um leere Getränkebehälter richtig zu entsorgen.
Für Spannung am Leichtstoffcontainer sorgt immer wieder die Frage: Ist das jetzt eine Pfandflasche oder nicht„ Schließlich ist für die richtige Antwort entscheidend, welch Getränk die Pulle enthielt - mit oder ohne Kohlensäure“ Ganz Ahnungslose müssen noch mal kosten.
Ist diese Frage beantwortet, folgen zeitgleich zwei weitere: Wo wurde die Flasche gekauft„ Verdammt, wo sind die Pfandmarken“
Wer auch diese Rätsel lösen kann, begibt sich auf die lange Tour durch die Geschäfte, um sich des Leerguts zu entledigen - hierhin sechs Fläschchen, dorthin zwölf.
Kinder, strengt Euch ab August wieder an in der Schule! Es lohnt sich.
Nur die Intelligentesten haben die Chance, sich bei diesem Chaos ein paar Cent mit leeren Flaschen zu verdienen.