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| 16:55 Uhr

Guben
Feriencamp am Deulowitzer See stellt sich vor

Frank Retzlaff (l.) ist Geschäftsführer des Vereins „Ferieninitiative Grenzenlos“, sein Bruder Berndt ist als Clown Retzi bekannt.
Frank Retzlaff (l.) ist Geschäftsführer des Vereins „Ferieninitiative Grenzenlos“, sein Bruder Berndt ist als Clown Retzi bekannt. FOTO: Richter
Guben. Ein buntes Programm und einen Blick hinter die Kulissen gibt es beim Tag der offenen Tür. Der Verkauf des Objektes ist vom Tisch.

Der Touristenstützpunkt Deulowitz lädt am 10. März von 14 bis 19 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Darüber informiert Frank Retzlaff, Geschäftsführer des Vereins „Ferieninitiative Grenzenlos“, die das Objekt betreibt. Geplant ist ein buntes Programm mit Clown Retzi, Hüpfburgen, Reitparcour, Kutschfahrten, Bastel- und Spielständen. Auch alle Türen sollen zur Besichtigung offen stehen, die Mitarbeiter beantworten Fragen der Besucher, kündigt Retzlaff an.

Bereits seit fünf Jahren betreibt die „Ferieniniative Grenzenlos“ den Touristenstützpunkt am Deulowitzer See. Der Schwerpunkt liegt auf der pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Camp hat einen guten Ruf – auch über Gubens Grenzen hinaus. Klassenfahrten, Feriencamps und andere Angebote stehen das ganze Jahr über auf dem Programm. Die Gäste kommen aus Brandenburg und Sachsen. Beliebt ist der Stützpunkt auch, weil sich den Urlaub hier sozial schwache Familien leisten können.

Ursprünglich wollte die Stadt Guben das Objekt im Vorjahr verkaufen, um den Haushalt zu sanieren. Doch die Stadtverordneten verweigerten dafür trotz mehrerer Anläufe ihre Zustimmung. Befürchtet wird vor allem, dass sich ein Investor das 1,6 Hektar große Areal am idyllisch gelegenen See einverleibt und kommerzialisiert.

Nach dieser klaren Abfuhr plant die Stadt nun „keine weiteren Aktivitäten mit dem Ziel des Verkaufs“, wie Fred Mahro als amtierender Bürgermeister unlängst auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigte. Kämmerer Björn Konetzke will das Objekt jetzt aus dem Haushaltssicherungskonzept streichen, kündigt er an.

Damit fällt nicht nur der geplante Verkaufserlös in Höhe von 130 000 Euro aus. Auch am Touristenstützpunkt selbst gibt es einen hohen Sanierungsbedarf, für den die Stadt als Eigentümer aufkommen muss. Mit 180 000 Euro wird gerechnet. Für Konetzke steht allerdings schon jetzt fest: „Ohne Fördermittel werden wir hier kein Geld reinstecken“.

Der Pachtvertrag  mit der Ferieninitiative läuft bis Ende 2018 und kann im Anschluss daran nochmals um drei Jahre verlängert werden.

(sha)