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| 02:35 Uhr

Fenster verspätet geliefert, aber weitere Arbeiten laufen nach Plan

Impression von der Baustelle des neuen Welzower Feuerwehrgerätehauses. Um den Rohbau kümmert sich eine Firma aus Königswartha bei Bautzen.
Impression von der Baustelle des neuen Welzower Feuerwehrgerätehauses. Um den Rohbau kümmert sich eine Firma aus Königswartha bei Bautzen. FOTO: trt
Welzow. Das Bild östlich der Spremberger Straße in Welzow unweit des Norma-Marktes verändert sich rasant. Derzeit wächst dort ein ortsbildprägendes Gebäude heran. trt

Es handelt sich um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses.

Nach dem symbolischen ersten Spatenstich am 25. September 2015 gingen die Arbeiten zunächst gut voran. Allerdings traten laut Bürgermeisterin Birgit Zuchold zum Jahreswechsel kleinere Schwierigkeiten auf. Und zwar konnten die Fenster nicht rechtzeitig eingebaut werden. Der Grund: Lieferschwierigkeiten, wie das Stadtoberhaupt begründet. Jetzt liefen die Arbeiten jedoch planmäßig weiter. Aktuell würden für die erste Ausbaugewerke die entsprechenden Vergabebeschlüsse verfasst. Über diese hätten dann die Stadtverordneten zu befinden.

Ursprünglich sollte das gesamte Vorhaben mit rund 3,2Millionen Euro zu Buche schlagen. Jetzt seien es "nur" noch 2,7 Millionen. Das Rathaus begründet die Reduzierung mit den nicht mehr ganz so großen Außenanlagen. Die Fertigstellung des Gesamtensembles sei für das Jahr 2017 avisiert. Dann werde die Feuerwehr ihr jetziges Domizil am Markt verlassen und an den nur ein paar hundert Meter entfernten Standort an der Kreuzung Spremberger Straße/Eintracht-Allee umziehen.

Dieses Vorhaben wird laut Birgit Zuchold durch den Welzow-Vertrag des Bergbaukonzerns Vattenfall erst möglich. "Wir wünschen uns natürlich, dass das Engagement dieses Unternehmens von seinem Nachfolger fortgeführt wird", erklärte die Bürgermeisterin während des kürzlichen Neujahrsempfangs. Vattenfall beabsichtigt den zeitnahen Verkauf seiner kompletten Braunkohlensparte. Darüber hinaus sei die Kommune auf Mittel vom Land angewiesen.

Direkt hinter dem Feuerwehrneubau gebe es noch freie Kapazitäten für mögliche Investoren. Von den rund 10,9 Hektar Nutzfläche im Industrie- und Gewerbepark Ost seien derzeit lediglich fünf Hektar belegt. Potenzielle Interessenten könnten sich jederzeit im Rathaus melden.

Darüber hinaus verfolge die Stadt den Umbau des alten Feuerwehrgebäudes weiter. Nach dem Auszug der Kameraden soll sich das historische Gebäude, erbaut in den Jahren 1929/1930, zu einem Handels- und Dienstleistungszentrum entwickeln. "Wir haben also in diesem Jahr wenige Vorhaben, dafür sind diese aber millionenschwer", so Birgit Zuchold. Der Wermutstropfen: Kleine Projekte müssten deswegen zurückstecken.

Welzow befindet sich, wie zahlreiche weitere Kommunen in der Lausitz auch, derzeit in einer haushalterischen Schieflage. Anlass bilden die Rückforderungen von bereits gezahlten Gewerbesteuern durch Vattenfall. Daher tue sich in Welzow im laufenden Jahr ein Defizit von rund 1,2Millionen Euro auf.

2015 wurden zwei größere Vorhaben in Welzow erfolgreich zu Ende gebracht. Dabei handelte es sich um die jeweils grundhafte Sanierung der Post- und der Bahnhofstraße. Noch immer wartet die Kommune dagegen auf ein Zeichen des Landes, um endlich den südlichen Teil der Ortsdurchfahrt, also die Spremberger Straße zwischen dem Kreisel und der Rewe-Eiche sowie der Aue in Alt-Welzow, umsetzen zu können. Die Fahrbahn befindet sich dort in einem teils miserablen Zustand.