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| 17:04 Uhr

Guben
Fahrräder und Handys unterm Hammer

Groß ist das Interesse vor allem an Fahrrädern. Adelheid Wunsch leitet die Versteigerung der Stadt.
Groß ist das Interesse vor allem an Fahrrädern. Adelheid Wunsch leitet die Versteigerung der Stadt. FOTO: LR / Silke Halpick
Guben. Stadtverwaltung versteigert Fundsachen in der Garage in der Straupitzstraße. Der Erlös kommt dem Gubener Haushalt zugute.

„Ich bin nur wegen des Fahrrads hier“, sagt Christian Walter. Nachdem er den Zuschlag erhält, legt er 160 Euro auf den Tisch und schiebt mit einem Lächeln im Gesicht das Mountainbike des Herstellers Conway in den Regen. „Neu kostet das Modell 800 Euro“, sagt er. Das Anfangsgebot lag bei gerade einmal zehn Euro.

Bei der Fundsachenversteigerung der Stadt Guben am Mittwochnachmittag in der Garage in der Straupitzstraße können vor allem Insider ein Schnäppchen machen. 20 Fahrräder preist Adelheid Wunsch, Leiterin des Gubener Servicecenters, den Teilnehmern der Auktion an. Als „bestes Stück im Stall“ bezeichnet sie ein Herrenfahrrad der Marke Pegasus, dessen Mindestpreis bei 100 Euro liegt. Letztlich wird es für 200 Euro verkauft.

Zwei sportliche Kinderfahrräder für jeweils 15 Euro ersteigert auch Klaus Städter. „Bei dem Preis kann man nichts falsch machen“, sagt er. Die Räder sind für die Enkel. Über ein Apple-I-Phone für lediglich 15 Euro freut sich eine andere Gubenerin. Ob das Handy allerdings tatsächlich funktioniert, wird sie erst zu Hause erfahren. „Wir übernehmen keine Gewähr für die Funktionstüchtigkeit“, erklärt Wunsch schon vorab.

Bis zu zweimal im Jahr versteigert die Stadt Guben Fundsachen, für die sich mindestens ein halbes Jahr lang kein Besitzer gemeldet hat. Vor der Auktion werden die Gegenstände noch einmal auf der Internetseite der Stadt gezeigt und die Eigentümer ein letztes Mal aufgefordert, ihre Besitzansprüche geltend zu machen.

Die Fahrräder kommen meist von der Polizei, nachdem sie nicht mehr auf der Fahndungliste stehen, erklärt Adelheid Wunsch das Prozedere. Die neuen Besitzer bekommen jedoch eine Quittung, mit der sie den ordnungsgemäßen Erwerb im Rahmen der Auktion später nachweisen können.

Der Erlös aus den Versteigerungen, der zwischen 600 und 1000 Euro liegt, kommt dem städtischen Haushalt zugute. Allerdings erst in drei Jahren, so Wunsch. Bis dahin verbleibt das Geld auf einem Verwahrkonto, falls Dritte noch Ansprüche erheben sollten.

(sha)