In dem Brief heißt es: „Unsere Arbeitszeit bei der Kreisverwaltung in Forst beginnt um 7 Uhr. Nach dem neuen Fahrplan muss ich bereits um 5.16 Uhr ab Hochhaus losfahren, um dann 6.44 Uhr in der Kreisverwaltung Forst sein zu können. Das heißt, ich muss um 5 Uhr die Wohnung verlassen, um nach fast zwei Stunden Fahrtdauer in der Kreisverwaltung sein zu können.“
Dies habe, so die Unterzeichner des Briefes, ja wohl recht wenig mit Service am Fahrgast zu tun, wenn man für die kurze Strecke von etwa 30 Kilometern fast zwei Stunden in Anspruch nehmen müsse und dazu noch ein zweimaliges Umsteigen in Kauf nehmen solle. Die insgesamt elf Gubener schlussfolgern: „Somit ist es nicht verwunderlich, dass Fahrgäste, die regelmäßig den Bus nutzen, zukünftig auf Mitfahrgemeinschaften beziehungsweise den privaten Pkw zurückgreifen.“
Bei der Rückfahrt von Forst nach Guben, insbesondere in die Obersprucke, entstehe das gleiche Problem. „Unsere reguläre Arbeitszeit geht bis 15.30 Uhr. Um den Bus nach Guben (Abfahrt um 15.38 Uhr ab Forster Busbahnhof) zu bekommen, müssten wir bereits um 15.20 Uhr mit dem Forster Stadtbus ab der Kreisverwaltung losfahren. Das heißt, wir müssten jeden Nachmittag 15 Minuten früher Feierabend machen und würden auch erst etwa 17 Uhr zu Hause sein.“
Bei einer Arbeitszeit von acht Stunden wären sie so, vorausgesetzt, es klappe alles mit dem Umsteigen, zwölf Stunden unterwegs und hätten noch Minusstunden. Das sei eine Unzumutbarkeit. „Es müsste doch möglich sein, die beiden Busse früh und nachmittags jeweils etwa 15 Minuten später fahren zu lassen und zudem nicht noch umsteigen zu müssen.“ Die Schreiber hoffen, heißt es in dem Brief, dass das Problem noch behoben wird.