| 02:36 Uhr

Fabrik: Kompromiss im Betriebskostenstreit in Sicht

Guben. Im Streit um die Betriebskosten-Nachforderung an die in der Gubener Fabrik ansässigen Vereine zeichnet sich möglicherweise ein Kompromiss ab. Nach Gesprächen mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung sehe sich der amtierende Bürgermeister Fred Mahro "berechtigt, Betriebskosten nachzulassen", wie er auf der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten sagte. Silke Halpick

Über die Höhe des Nachlasses machte er jedoch keine Angaben.

Zuvor hatte Olaf Franz vom Gubener Modelleisenbahnclub die aktuelle Nachforderung heftig kritisiert. Für seinen Verein bedeutet das zusätzliche Kosten von 928 Euro für angefallene Hausmeisterleistungen im Jahr 2016. "Damit bezahlen wir insgesamt 3116 Euro an Betriebskosten in einem Jahr", betont er. Auch die Gubener Kunstgilde hatte bereits moniert, dass diese Kosten für den Verein kaum noch zu stemmen seien.

Mahro räumte ein, dass er schon früher das Gespräch mit den betroffenen Vereinen hätte suchen sollen. Möglicherweise wäre dann "nicht der große Frust entstanden", wie er erklärt. Der Fabrikverein hatte die von ihm erbrachten Hausmeisterleistungen am Objekt wie Schnee schieben und regelmäßige Kontrollgänge der Stadt als Eigentümer der Immobilie in Rechnung gestellt, die wiederum die Summe anteilig auf die Vereine umlegte.