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Fabrik: Interessenten können sich bewerben

Guben. (sha) Das Interessenbekundungsverfahren für die Bewirtschaftung der Gubener Fabrik kann starten. Die Stadtverordneten haben diesem auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich zugestimmt.

Allerdings gab es im Vorfeld eine rege Diskussion. Monika Birkholz (FDP) betonte, dass der Betrieb einer Gaststätte nicht Aufgabe der Kommune sei. Thomas Schreiter von der Bürgerinitiative "Gläsernes Rathaus" fordert eine öffentliche Ausschreibung. Frank Kramer ("Wir Gubener Bürger") kritisiert, dass sich nur anerkannte Träger der Jugendhilfe bewerben können, und favorisiert die Variante eines Eigenbetriebes. Klaus Schneider (CDU) fragt, ob sich Anbieter auch für einzelne Teilbereiche bewerben dürfen.

Mit dem Verfahren will die Stadt Guben prüfen, ob es möglicherweise andere, günstigere Betreiber für das Jugend- und Begegnungszentrum gibt. Bislang ist der Fabrikverein mit der Jugend- und Kulturarbeit beauftragt, betreibt auch die Gaststätte im Objekt und erbringt Hausmeisterdienstleistungen.

Für den amtierenden Bürgermeister Fred Mahro steht fest, dass das Verfahren "zulässig" sei und dadurch auch "kein Dritter benachteiligt" werde. Seinen Angaben zufolge können sich auch Partner aus unterschiedlichen Branchen zusammenschließen und gemeinsam ein Angebot abgeben.