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| 15:47 Uhr

Bühne in Guben
Extremhumor – nicht unbedingt für jedermann

Emmi und Willnowsky mischten am Donnerstagabend das Volkshaus auf – ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Emmi und Willnowsky mischten am Donnerstagabend das Volkshaus auf – ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. FOTO: Ute Richter
Guben. Emmi und Willnowsky gehen bis an die Schmerzgrenze.

Auf Comedy setzte am Donnerstagabend das Duo „Emmi & Willnowsky“ im Gubener Volkshaus.  Seit 21 Jahren zelebrieren Christian Willner (Emmi) und Christoph Dompke (Herr Willnowsky) eine monströse Hassliebe auf der Bühne. Sie bezeichnen sich selber „gemeiner als der Bohlen und penetranter als der Lanz“, lassen das Publikum teilhaben an ihrer Abscheu gegenüber dem anderen und das mit widerlicher Häme. Nichts für jedermann, auch am Donnerstag im Volkshaus nicht. Einige fanden das Programm teilweise sehr gewöhnungsbedürftig, andere wiederum konnten sich vor Lachen kaum halten. „Mein kleines russisches Taiga­frettchen“ oder „meine Frau ist ein handsigniertes Exemplar der Bibel“ waren noch harmlos.

Doch sie bewiesen ganz nebenbei, dass sie auch musikalisch können. Musik von Peter Alexander oder Ralph Siegel, natürlich mit selbst gemachten Texten, strapazierten die Lachmuskeln. Doch wenn ihn ihre „Orangenhaut mit viel Früchten“ stört, so merkt man doch ab und an, dass sie sich tief im Innern doch mögen – „weil wahre Liebe niemals tot zu kriegen ist“. Doch auch vor Themen außerhalb ihrer scheinbar desaströsen Ehe machen sie nicht halt. „Wir hassen die deutsche Bahn. Wenn Pünktlichkeit Pflicht wäre, gäbe es sie schon nicht mehr.“

Am Ende bedankten sie sich doch noch sehr herzlich und ganz ernst gemeint beim Fabrik-Verein für die Rund-um-Versorgung im  Volkshaus. „Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt“, so Emmi und Willnowsky – und schon beschimpfen sie sich wieder, quasi als Zugabe.