Unter dem Motto #GemeinsamStärker hat die Euroregion Spree-Neiße-Bober in den vergangenen Tagen eine deutsch-polnische Fotoaktion gestartet. Dabei ist das Motto in Zeiten der Corona-Krise gleichzeitig das Ziel, wie der Geschäftsführer der Euroregion, Carsten Jacob, deutlich macht: „Die Pandemie betrifft uns alle. Sie geht nicht nur mit privaten Sorgen um Angehörige einher, sondern ist gleichsam mit starken Einschränkungen für unsere enge und vertrauensvolle grenzüberschreitende Zusammenarbeit verbunden. Aus diesem Grund wollen wir als Euroregion zumindest ein kleines positives Zeichen in schwierigen Zeiten für die deutsch-polnische Kooperation senden“, sagt Jacob und ergänzt: „Unsere Euroregionspräsidenten Czeslaw Fiedorowicz und Harald Altekrüger sind sich sicher, dass wir im Anschluss sogar noch enger zusammenarbeiten werden.“

Aufruf mit großer Reaktion

Die Reaktion auf den Aufruf, sich mit Fotos an der Aktion zu beteiligen, war groß. Innerhalb weniger Stunden hatten sich bereits 40 Unterstützer gefunden. Die Palette ist breit. Sie reicht vom Landrat des Kreises Krosno, Grzegorz Garczynski, über den Gubener Stadtverordneten Thomas Laugks, der zugleich deutscher Vorsitzender der Kommission Eurostadt Guben-Gubin ist, bis hin zu Anna Wrobel, die als deutsch-polnische Gesundheitskoordinatorin im Naemi-Wilke-Stift arbeitet.

Wie sehr das Coronavirus das Leben derzeit verändert, erfahren die Mitarbeiter der Euroregion tagtäglich. „Den klassischen Kontakt gibt es derzeit nicht, alles läuft über Telefon und E-Mail. Unsere Geschäftsstelle in der Berliner Straße arbeitet in geringer Besetzung, unsere drei polnischen Kollegen bleiben in Home-Office. Aber die Arbeit wird weiterhin erledigt: Es werden Anträge geprüft, Übersetzungen angefertigt, aktuelle Informationen auf unserer Intenetseite in Deutsch und in Polnisch zur Verfügung gestellt. Wir haben uns schon in der vorigen Woche entsprechend aufgestellt“, erläutert der Geschäftsführer und ergänzt. „Auch wenn die geschlossene Grenze eine schwere Bürde darstellt, läuft der Austausch weiter.“

Projekte in der Euroregion werden verlängert

Und dieser Austausch soll auch künftig eine entscheidende Rolle zwischen Deutschen und Polen spielen. Deshalb wurde festgelegt, dass die vielfältigen Begegnungsprojekte, die durch die Euroregion unterstützt werden, nicht durch die Corona-Krise zeitlich eingeschränkt werden sollen, sondern dass sie verlängert werden können. „Auch wenn wir uns gegenwärtig nicht treffen können, so lassen sich Deutsche und Polen in unserer Euroregion, in der Wojewodschaft Lubuskie, in Brandenburg sowie entlang der Oder-Neiße-Grenze nicht entmutigen. Ganz im Gegenteil: Sie wissen ganz genau, dass wir #GemeinsamStärker sind“, so Carsten Jacob.

Die innerhalb der Aktion eingegangenen Bilder werden zusammengefasst, mit einem kleinen Text ergänzt und schließlich auf der Internetseite der Euroregion euroregion-snb.de und in den sozialen Medien eingestellt und verlinkt. Auf diese Weise soll auch ein Zeichen gesetzt werden, wie Carsten Jacob betont: „Unsere Zusammenarbeit kennt keine Grenzen. Bleibt gesund! Wir sehen uns bald wieder!“