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| 18:38 Uhr

Spree-Neiße
EU setzt auf Euroregion als schnellen Weg nach Brüssel

Spree-Neiße . Schwerpunkt soll Information für Jugendliche sein.

Die Euroregion Spree-Neiße-Bober erhält mit einem Europe Direct Informationszentrum (EDIC) in Guben einen neuen  Aufgabenbereich. Darüber informierte Carsten Jacob als Geschäftsführer der Euroregion Spree-Neiße-Bober, die auf deutscher Seite den Landkreis Spree-Neiße und die kreisfreie Stadt Cottbus umfasst. Kurz vor dem Jahreswechsel habe die Euroregion Spree-Neiße-Bober „grünes Licht“ von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland für den Aufbau und die Etablierung von „Europe Direct Guben“ als einem euroregionalen Informationszentrum zur Europäischen Union (EU) bekommen.

Die EU finanziert auch einen Großteil des rund 49 000 Euro pro Jahr umfassenden Budgets, mit dem neben den Sachkosten auch eine Dreiviertel-Personalstelle finanziert wird. Vor allem in Zusammenhang mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk wird ein Schwerpunkt auf die Arbeit mit Jugendlichen gesetzt, so Jacob. Das betreffe beispielsweise individuelle Beratungsangebote für Ausbildung im Ausland oder Auslandspraktika. Insbesondere in diesem Bereich sei es von Vorteil, dass auch das Deutsch-Polnische Jugendwerk seit vergangenem Jahr seinen Sitz bei der Geschäftsstelle der Euroregion in Guben habe, so Jacob. Mit der neuen Stelle werde man aber auch feste Öffnungszeiten anbieten können. Außerdem setze man  darauf, dass der neue Mitarbeiter durch Schulungen und Kontakte zur EU über aktuelle Entwicklungen  informieren könne – ob nun  Fördermittel oder EU-Entscheidungen, die Auswirkungen auf die Region haben. Die entsprechende Stellenausschreibung laufe, mit einer Besetzung der Stelle rechnet Jacob Anfang April.

Neben umfangreichen Informationsmaterialien soll es Beratungsangebote sowie Veranstaltungsformate wie Diskussionsrunden, Infostände und Schultouren geben. Die  Stadtverwaltung Guben werde für größere Veranstaltungen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Im dortigen Servicebereich sollen zudem Informationsmaterialien ausgelegt werden.

Auch die anderen zehn kommunalen Mitglieder werde man bitten, Informationsmaterial auszulegen. Bei Veranstaltungen wie den Rosengartenfesttagen in Forst oder dem Tag der Vereine in Cottbus soll der direkte Kontakt gesucht werden. Es sei Werbung für die EU, man wolle aber auch bei Fragen zur EU oder EU-Fördermitteln Antworten liefern oder Ansprechpartner benennen können, aber auch konkrete Anfragen auch an die EU-Kommission weiterleiten. Ende 2018 wolle man die EU auch in Diskussionsrunden zum Thema machen – auch im Hinblick auf die 2019 stattfinden Wahlen zum Europaparlament. Schwerpunkt werde auf jeden Fall die Bildungsarbeit mit Jugendlichen sein.

In Deutschland gibt es mehr als 50 solcher Europe Direct Informationszentren, in Brandenburg drei. Das Projekt ist in Guben auf drei Jahre angelegt.