ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:55 Uhr

Back to the roots
Erster Stammtisch für Rückkehrer in Guben

Zum ersten Rückkehrerstamm in Guben kam mehr Interessierte als von Linda Geilich, der Koordinatorin der Willkommensagentur, erwartet.
Zum ersten Rückkehrerstamm in Guben kam mehr Interessierte als von Linda Geilich, der Koordinatorin der Willkommensagentur, erwartet. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Die Willkommensagentur will ihre Angebote durch den Erfahrungsaustausch verbessern.

Zum ersten Mal fand am Donnerstagabend der Gubener Rückkehrerstammtisch in der Hermanns Bar statt. Ins Leben gerufen wurde die Austauschmöglichkeit für Rückkehrer und Interessierte von der Willkommensagentur im Rahmen der Rückkehrer-Initiative „Guben tut gut.“ „Solche Stammtische gibt es bereits in anderen Orten“, weiß Linda Geilich, die Koordinatorin der Willkommensagentur. Im Mittelpunkt des Abends standen die Erfahrungen der Rückkehrer – gute wie schlechte. „Wir wollen wissen, wie wir die Rückkehr in die Heimat noch mehr erleichtern können“, erklärt Linda Geilich. Aktuell erhalte die Agentur jeden Tag zwei bis drei Anfragen von Interessierten. „Mittlerweile sind die ersten Stellenangebote eingegangen und ich arbeitet an einem Newsletter“, so Linda Geilich weiter.

Wie sich an dem Abend zeigte, sind die Gründe für eine Rückkehr in die Heimat oftmals ähnlich: die Sehnsucht nach der Heimat und der Familie. „Viele ehemalige Gubener gründen in der Ferne ihre eigene Familie und spätestens mit dem zweiten Kind zieht es sie dann zu den Eltern zurück“, berichtet Linda Geilich. In Guben sei die Betreuung der Kinder einfacher. Einen Kita-Platz haben alle Rückkehrer schnell gefunden und auch die Suche nach einer Wohnung gestaltete sich bei den meisten problemlos. „Manche Rückkehrer kommen auch erst später im Leben zurück, wenn es ihren Eltern gesundheitlich nicht mehr gut geht und sie sie pflegen wollen“, erzählt die Koordinatorin.

Cornelia Schiewe hat am Stammtisch teilgenommen, um sich für ihren Sohn zu informieren. „Er ist heute Vater geworden“, erzählt die Gubenerin. Nun zieht es die junge Familie wieder in die Heimat. „In Flensburg können die Kinder erst mit drei Jahren in die Kita“, erklärt Cornelia Schiewe. In Guben hat der Nachwuchs bereits einen Platz sicher, die Job-Bewerbungen sind verschickt und im November steht der Umzug an. „Ich freue mich sehr“, so die frisch gebackene Großmutter.

(mcz)