Der Gast war nicht zu unterschätzen, denn er befindet sich nach gutem Start auf dem vierten Platz.
Vor erneut zahlreichen Zuschauern dominierten die Chemiker das Geschehen in den ersten Minuten. Nach einem blitzsauberen Start führten sie mit 3:0. Doch als die Schiedsrichter den einen oder anderen Siebenmeter für die Gubener gaben, war die Nervosität noch deutlich zu spüren, denn von den ersten drei Strafwürfen konnte nur einer verwandelt werden.
Auch der Gast kam nun zu Möglichkeiten, nutzte diese aber zu selten. So führte Chemie beim 7:4 weiter mit drei Treffern. Die darauf folgenden Minuten gehörten dann nur einem Mann. Wie im Rausch gelang Maik Raschke ein Tor nach dem anderen. Selbst vom Siebenmeterpunkt traf der Linkshänder nach Belieben. Aus dieser Euphorie heraus spielte die gesamte Mannschaft endlich wieder einmal so, wie sie es seit langem nicht mehr gezeigt hat. Dahlewitz hatte in dieser Phase fast nichts mehr entgegenzusetzen, und so führte Chemie zur Halbzeit bereits sicher mit 15:7.
Aber was in der zweiten Hälfte geschah, ist nicht erklärlich. Denn als ob in der Kabine ein Schalter umgelegt wurde, vermisste man in Hälfte 2 den Angriffsdruck. Dies gab nun wiederum den Gästen die Möglichkeit, ihren Rückstand zu verkürzen. Dahlewitz kam bedrohlich bis auf 20:16 heran.
Von beiden Seiten wurde die Partie nun immer härter geführt. Folglich mussten die beiden Unparteiischen eine Vielzahl von Zeitstrafen verhängen. Teilweise spielte man nur drei gegen vier. Erst nachdem vier Spieler der Gäste und zwei auf Seiten der Gubener bereits mit der roten Karte das Feld verlassen hatten, wurde wieder Handball gespielt.
Den besseren Abschluss in dieser Phase hatte endlich wieder einmal Chemie. Vor allem aus der Mitte heraus konnte Paul Jente die Lücken nutzen. Als dann drei Minuten vor dem Abpfiff die Gubener vom Siebenmeterpunkt zum 24:18 trafen, war allen Beteiligten klar, dass es an diesem Tag endlich den ersten Sieg geben würde.
In der nächsten Woche muss das Team zum ungeschlagenen Tabellenführer nach Finsterwalde reisen. (tw)