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| 02:37 Uhr

Erster Klostermarkt in Neuzelle

Der Stiftsplatz in Neuzelle wird am 5. Mai zum Marktplatz für Handwerker aus der Region.
Der Stiftsplatz in Neuzelle wird am 5. Mai zum Marktplatz für Handwerker aus der Region. FOTO: dpa
Neuzelle. In drei Monaten musste alles unter Dach und Fach sein – mittlerweile ist klar: Der erste Klostermarkt am 5. Mai in Neuzelle wird stattfinden. Und er soll Familien ganz besonders auf den Stiftsplatz locken. Daniel Schauff

Gerade einmal drei Monate hatten die Organisatoren Zeit, um den geplanten Markt auf dem Neuzeller Stiftsplatz zu planen. Sie haben es geschafft, vermeldet Martin Salesch von der Stiftung Stift Neuzelle. Dass Eile geboten war, war nicht seine Schuld, auch nicht die der Mitarbeiter in den Museen oder der Besucherinformation. Plötzlich habe es geheißen, der Bibulibusmarkt, traditionell am Himmelfahrtstag von der Klosterbrauerei ausgerichtet, finde 2016 nicht mehr statt, sagt Salesch.

Die Gelegenheit also für den Ortsbeirat von Neuzelle, ihn selbst und seine Mitarbeiter, den schon lange als Idee schlummernden Klostermarkt nach Neuzelle zu bringen. "Normalerweise braucht man für die Organisation ein ganzes Jahr", sagt Salesch. Dass immerhin 30 Händler am 5. Mai auf dem Stiftsplatz ihre Waren anbieten werden, war ein enormer Kraftakt für die Besucherinformation. Salesch ist sich aber sicher, dass sich der Aufwand lohnen wird. Immerhin war der Bibulibusmarkt eine Tradition in Neuzelle.

Der Ort ist und bleibt ein beliebtes Ausflugsziel besonders für Radler am Himmelfahrtstag. Fänden sie nicht - wie gewohnt - einen Markt am Kloster, wären sie enttäuscht, ist sich Salesch sicher. Deswegen soll ein Teil des Marktes auch an den Bibulibustag erinnern, mit Rummel und Bierständen werden die Besucher vor dem Stiftsplatz auf dem Brauhausplatz begrüßt. Jenseits der Tore zum Kloster allerdings wird es familiengerechter zugehen, sagt Salesch. Handwerker werden nicht nur ihre Waren anbieten, sondern auch ihre Arbeit präsentieren. Das sei den Organisatoren wichtig gewesen, betont Salesch. Schließlich soll der Klostermarkt nicht nur den Männern am Männertag Spaß bereiten, sondern ein Angebot für die ganze Familie sein. Kinder sollen altes und modernes Handwerk kennenlernen und ausprobieren können. Darüber hinaus wird es Spiel-Angebote für Kinder geben, kündigt Salesch an, darunter etwa eine Hüpfburg und andere Spielgeräte - und damit es ins Kloster-Bild passt, sollen Stände und Kinderangebote "nicht ganz so modern" aussehen, so der Leiter der Besucherinformation.

Für die musikalische Beschallung sorgen ein Harfenist, ein Gitarrist und ein Saxofonist - dazu gesellen sich Sänger. Sie werden nicht auf Bühnen stehen, sondern mitten unter den Besuchern musizieren. Damit will der Klostermarkt ein wenig an die Zeiten erinnern, als Gaukler über die Märkte zogen und Musik machten. Zwar sei es nicht gelungen, einheitliche Stände in der Kürze der Zeit zu veranlassen, dennoch habe man sich die Verkaufs- und Schaustände der Handwerker angesehen und darauf geachtet, dass sie ins Bild passten.

Ein wenig Unsicherheit schwingt noch mit, wenn Martin Salesch von den Plänen für den 5. Mai spricht. So richtig weiß er noch nicht, wie die Besucher den Markt annehmen werden. Falls die Resonanz aber gut sei, so Salesch, soll der Klostermarkt auch in den Folgejahren am Männertag auf dem Stiftsplatz vor dem Kloster stattfinden. Dann allerdings mit ein wenig mehr Zeit für die Vorbereitung. "Eigentlich waren wir schon bei den Planungen für den Weihnachtsmarkt", sagt Salesch. Dann erst wurde die Idee für den Klostermarkt konkret. Dass Musiker und Händler am Männertag überhaupt noch Zeit gefunden haben, sei schon ein Glücksfall gewesen, sagt er. Dass es dazu noch gelungen sei, Mitstreiter aus der Region zu gewinnen, habe ihn besonders gefreut.

Zum Thema:
Der Klostermarkt in Neuzelle findet statt am 5. Mai von 10 bis 18 Uhr. Neben dem Markttreiben auf dem Stiftsplatz gibt es auch eine Sonderausstellung der Handwerkskammer Cottbus. Zu sehen sein werden Fotografien von Walter Schönenbröcher aus dessen Handwerk-Projekt. Der Klostermarkt ist kostenlos, für Museen gelten reguläre Eintrittspreise.