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| 17:20 Uhr

Erst Städte bauen, dann singen

Jörg Streng ist eigentlich Architekt und Städtebauer. Als Liedermacher kommt der Bayreuther im August nach Guben.
Jörg Streng ist eigentlich Architekt und Städtebauer. Als Liedermacher kommt der Bayreuther im August nach Guben. FOTO: Unterwegs Musikverlag
Guben/Bayreuth. Quiel: "Der hört sich an wie dieser ganz bekannte deutsche Liedermacher." Reinhard Meys Name ist Günter Quiel im Gespräch mit der RUNDSCHAU kurz entfallen. Daniel Schauff

Es dauert aber nicht allzu lange, um die Parallelen zwischen Jörg Streng und Mey zu entdecken. Und ja, das hat Streng auch schon ein paar Mal gehört.

Jörg Streng ist eigentlich Architekt und Stadtplaner - zumindest von Montag bis Freitag. Am Wochenende macht er Musik. Ein paar Unterschiede zu Reinhard Mey gibt es, denn Streng singt "Lieder zur Bibel". Irgenwann als Jugendlicher, sagt er, habe er zur Kirche gefunden und zu Gott und habe seine Liebe zur Gitarre damit verbunden. Zunächst allerdings nur als Komponist. Bis er sich selbst auf die Bühne getraut habe, habe es eine Weile gedauert, sagt der knapp über 50-Jährige im Gespräch mit der RUNDSCHAU. Das erste Solo-Album ist gerade einmal ein Jahr alt.

Als Neuentdeckung der kirchlichen Musik aber kann man Streng keineswegs bezeichnen. Die Anfragen von Kirchengemeinden in ganz Deutschland häuften sich immer mehr, sagt der gebürtige Flensburger. Noch sind es gerade so viele, dass er Beruf, Familie und "Hobby" unter einen Hut kriege. "Es kommt nur ganz ganz selten vor, dass wir absagen müssen", sagt Streng. Aber für ihn steht fest: Der Beruf soll unter der Musik nicht leiden.

Im August kommt Streng nach Guben. So schließt sich der Kreis zu Günter Quiel, der Streng irgendwo auf einer Tagung getroffen hat - beide wissen nicht mehr genau, wo das war. Quiel musste erst einmal beschreiben, was und wo Guben überhaupt ist. Streng hingegen faszinierte den Vorsitzenden des Fördervereins zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche mit seinem "Doppelleben" als Städteplaner und Kirchenmusiker so sehr, dass die Einladung an die Neiße auf den Fuß folgte. Und die Einladung hat es in sich:

Gleich dreimal wird Streng innerhalb von drei Tagen seine "Lieder und Gedanken" in der Region präsentieren - sowohl in Guben als auch in Neuzelle. Manchmal, sagt der Wahl-Bayreuther, sei es schon etwas Besonderes, in kleinen Städten oder in Dörfern unterwegs zu sein. Dort seien seine Auftritte eher etwas Besonderes für die Gäste, sagt er. Mindestens zwei Musiker werde er auch an die Neiße mitbringen, sagt Streng. Das sei fast immer so. Um ihn herum arbeitet das so genannte "Unterwegs-Team", das einen eigenen kleinen Musikverlag betreibt und Strengs Musik bewirbt. Teil seiner Mannschaft ist auch seine Frau - so dass das Familienleben nicht allzu sehr unter dem Hobby des Architekten leidet. Das nämlich treibt ihn durch ganz Deutschland und nach Polen und sogar nach Südtirol. Und im August auch an den Ostrand Brandenburgs.

Zum Thema:
Am Freitag, 11. August, spielt Jörg Streng mit dem "Unterwegs-Team" in der Friedenskirche in Guben. Los geht es um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Samstag, 12. August, ab 17 Uhr spielt Streng sein Programm in der Evangelischen Kirche in Neuzelle. Am Sonntag, 13. August, nimmt Streng teil an einem Liedergottesdienst in der Klosterkirche.