| 02:39 Uhr

Erfrischendes von Unbekannten

Elena Soltan, Ekatarina Pomenova und Jens Willenberg (v.l.) präsentierten in der Gubener Klosterkirche Musik aus verschiedenen Epochen.
Elena Soltan, Ekatarina Pomenova und Jens Willenberg (v.l.) präsentierten in der Gubener Klosterkirche Musik aus verschiedenen Epochen. FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben. Werke von beinahe in Vergessenheit geratenen Komponisten haben die Klosterkirche erfüllt. Das Cottbuser Virtus-Ensemble hatte ein spezielles Repertoire zum Kammerkonzert zusammengestellt. Jana Pozar / zar1

Musik aus Barock, Klassik und Moderne hat nur wenige Gubener in die Klosterkirche gelockt. Das Virtus-Ensemble aus Cottbus hatte zum Kammerkonzert eingeladen. Elena Soltan (Violine), Jens Willenberg (Klarinette) und Ekatarina Pomenova (Klavier) präsentierten einen bunten Strauß erfrischende Musik im Gepäck.

Die drei Instrumentalisten widmeten sich auch heute beinahe unbekannten Komponisten wie Johann Baptist Vanhal und Johann Baptist Schenk. "Schenk war zu seiner Zeit Ende des 18. Jahrhunderts sehr gefragt. Heute kennt ihn kaum noch jemand", erklärte Jens Willenberg. Zudem war einer der Schüler Schenks Ludwig van Beethoven.

Dariusz Milhaud und Fritz Kreisler lieferten für den Nachmittag in der Klosterkirche die fröhlichen Klänge. Neben der "Melodie" von Peter Tschaikowski wurde auch ein Duett für Geigen von Joseph Haydn gespielt. "Wir haben es bearbeitet für Geige und Klarinette, weil ich so schlecht Geige spielen kann", gab Klarinettist Jens Willenberg lachend zu.

Zwar waren nur etwa 25 Freunde des Kammerkonzerts in die Gubener Klosterkirche gekommen, doch die forderten eine kleine Zugabe vom Trio. "Es war wundervolle Musik, die mir richtig ans Herz ging", schwärmte Horst Genske.